Flackerndes Licht über dem Wasser, eine Frage in Leas Augen und diese unerwartete Anziehung zwischen Frauen

Anziehung zwischen Frauen
Lesedauer 13 Minuten

Anziehung zwischen Frauen

Nora hatte den Picknickkorb gepackt, als hinge das Gelingen des ganzen Abends von der richtigen Auswahl an Oliven ab. Vielleicht tat es das auch. Ihre Finger hatten über den ausgebreiteten Inhalt der Speisekammer gezögert – Feigen oder Datteln? Rosé oder doch lieber der trockene Weißwein, den Lea neulich beiläufig erwähnt hatte? Drei Sorten Käse waren es geworden, zwei verschiedene Baguettes und die edlen Gläser, nicht die Plastikbecher, die sonst im Auto herumrollten. Um halb sechs hatte sie Lea abgeholt. Die knappe halbe Stunde Fahrt war erfüllt gewesen von diesem leichten, fast schwerelosen Geplauder, das sich zwischen ihnen in den letzten Wochen eingestellt hatte. Seit diesem verregneten Nachmittag in Leas Küche, als sie gemeinsam einen völlig misslungenen Kuchen gebacken hatten und dabei mehr gelacht hatten als in den drei Monaten davor zusammen.

Jetzt standen sie an der hölzernen Feuerstelle, zehn Schritte vom Seeufer entfernt, und Nora sah zu, wie Lea mit geübten Handgriffen kleine Äste zu einem Gitter schichtete. Die untergehende Sonne hing wie ein träger Honigtropfen über dem Wasser und färbte Leas bloße Unterarme golden. Der See lag fast reglos da, nur ein gelegentliches Plätschern verriet, dass irgendwo ein Fisch nach einem Insekt schnappte. Der Geruch nach Harz und warmem Holz mischte sich mit dem modrigen, mineralischen Duft des Wassers. Irgendwo weiter hinten am Ufer lachte jemand, ein helles, bald verwehtes Geräusch. Das Feuer wollte an diesem Abend partout nicht brennen. Lea pustete, Nora hielt die Hände schützend um die winzige Flamme, und dreimal starb sie ihnen unter den Fingern weg, bis endlich ein dünner Rauchfaden aufstieg und das Holz zu knistern begann.

„Ich habe das Gefühl, wir sind kilometerweit von allem entfernt“, sagte Lea und richtete sich auf. Sie wischte sich mit dem Handrücken eine Haarsträhne aus der Stirn, was eine rußige Spur auf ihrer Schläfe hinterließ. Die letzten Sonnenstrahlen fingen sich in den helleren Strähnen ihres Haars, das sie offen trug, anders als sonst bei der Arbeit, wo sie es immer streng nach hinten band. Nora ertappte sich dabei, wie sie dieses Bild in sich aufsog – die hohe Stirn, die schmale Nase, den Mund, der immer ein wenig ernst aussah, selbst wenn sie lächelte. Das war nichts Neues. Dieses Hinschauen. Und dieses leise Pochen dahinter, das sie schon seit Wochen mit sich herumtrug und das sie nicht recht benennen konnte oder wollte. Es war einfach da, wie eine Wetterveränderung im Körper, ein Luftdruckabfall vor einem Gewitter, den man spürt, bevor man ihn versteht. Nora kannte dieses Gefühl, natürlich kannte sie es – sie war siebenunddreißig, kein unschuldiges Mädchen mehr, das vor seinen eigenen Regungen erschrak. Aber es war lange her, dass es eine Frau gewesen war, die dieses Pochen ausgelöst hatte.

„Kilometerweit von allem, zwei Flaschen Wein und genug Käse für eine kleine Armee“, sagte sie und breitete die Decke aus. „Was will man mehr?“

XXX Live-Sex gratis

Lea drehte sich zu ihr um. Ihre Augen, haselnussbraun mit diesen grünen Sprenkeln, die bei bestimmten Lichtverhältnissen fast golden wirkten, musterten sie mit einem Ausdruck, den Nora nicht ganz entschlüsseln konnte. Nachdenklich. Suchend. Vielleicht ein wenig belustigt. „Ich frag mich das auch manchmal“, sagte sie leise und setzte sich im Schneidersitz auf die karierte Wolldecke. Ihre Knie berührten Noras Oberschenkel, nur einen flüchtigen Moment lang, aber Nora spürte die Berührung wie einen kleinen elektrischen Schlag durch den dünnen Stoff ihrer Leinenhose hindurch. Wenn sie ehrlich war, spürte sie jede Berührung von Lea in letzter Zeit auf diese überdeutliche Weise. Die Anziehung zwischen Frauen war nichts, wovor Nora sich fürchtete; sie hatte es nur lange nicht mehr zugelassen, hatte dieses besondere, fein gewobene Begehren unter der Vertrautheit mit Männern begraben, deren Körper und Absichten ihr meist so viel einfacher lesbar erschienen. Aber jetzt, am rauchgeschwängerten Ufer eines Sees, dessen Name ihr gerade entfallen war, saß sie einer Frau gegenüber, die sie erst seit vier Monaten kannte. Diese Frau reichte dennoch in jede ihrer stillen Stunden hinein wie Licht unter eine Tür.

Das Feuer fing sich endlich, Flammen leckten am umfangreicheren Holz, und der Rauch zog seewärts ab, als hätte der Abend beschlossen, ihnen gnädig zu sein.

Ein Streichholz, das in der Schwebe brennt

Lea beobachtete Noras Hände. Das tat sie in letzter Zeit öfter. Es war ihr selbst ein wenig unheimlich, wie genau sie registrierte, was diese Hände taten. Sie registrierte, wie sie das Weinglas hielten, die Stiele der Oliven zwischen Daumen und Zeigefinger drehten, die losen Fäden der Wolldecke zu kleinen Zöpfchen flochten, während sie redete. Noras Hände waren schmal und kräftig zugleich, Gärtnerinnenhände, wie Lea sie einmal genannt hatte, mit kurzen, unlackierten Nägeln und einem kleinen weißen Narbenstrich am rechten Handballen. Lea wusste nicht, woher die Narbe stammte, und sie fragte auch nicht. Es gab noch so vieles, was sie nicht voneinander wussten.

„Ich habe früher am liebsten Stockbrot über dem Feuer gemacht“, sagte Nora und spießte ein Stück Baguette auf einen langen Stock, den sie zuvor mit dem Taschenmesser angespitzt hatte. „Mein Vater hat immer gesagt, ich würde es nur schwarz verkohlt runterbekommen, aber ich wollte es genau so. Außen knusprig und innen ganz weich.“ Sie hielt den Stock über die Flammen. Der Teig, den sie in einem kleinen Topf vorbereitet hatte, ähnlich wie eine Pfadfinderin oder eine vorausschauende Frau, begann sofort zu bräunen und köstlich zu duften. Lea sah zu, wie Nora den Stock drehte, konzentriert und ruhig, und plötzlich war da dieses Ziehen in ihrer Brust.

Sandylein Privat 🌞

Es war kein rein körperliches Verlangen, noch nicht. Es war komplexer, verwirrender. Lea war fünfundvierzig, geschieden seit drei Jahren, und sie hatte sich lange eingeredet, dass dieses Kapitel – das mit dem Herzklopfen, dem trockenen Mund, den schlaflosen Nächten – für sie durch war. Sie hatte sich in einer ruhigen Zufriedenheit eingerichtet, mit ihrem Job in der Bibliothek, ihrer kleinen Wohnung voller Bücher, den regelmäßigen Abenden mit Freunden. Alles geordnet, alles unter Kontrolle. Und dann war Nora aufgetaucht, als neue Kollegin in der Stadtteilinitiative, und hatte innerhalb von Wochen dieses sorgfältig austarierte Gleichgewicht ins Wanken gebracht. Nicht mit imposanten Gesten, sondern mit Kleinigkeiten: wie sie sich dieselben Bücher auslieh wie Lea; wie sie bei den Treffen manchmal Leas Blick suchte und ein winziges, verschwörerisches Lächeln andeutete, wenn einer der anderen wieder endlos monologisierte; wie sie eines Abends einfach gesagt hatte: „Komm, wir hauen ab, ich kenne da einen See“, und Lea ohne Zögern mitgegangen war.

„Du starrst“, sagte Nora jetzt. Sie hielt ihr das fertige Stockbrot hin, mit einem schiefen Grinsen um die Mundwinkel. Das Feuer warf wandernde Schatten über ihr Gesicht, ließ ihre Augen dunkler erscheinen als sonst und ihre Lippen seltsam betont. Lea öffnete den Mund zu einer Antwort, die nicht kam. Stattdessen griff sie nach dem Stock, ganz langsam, und ihre Finger schlossen sich um das glatte Holz, direkt unterhalb von Noras Hand. So blieben sie einen Moment – drei, vier, fünf Herzschläge lang, während das Feuer knackte und Funken aufsteigen ließ und irgendwo eine einzelne Amsel ihr Abendlied sang. Noras Haut am Handgelenk roch schwach nach Zitronengras, dieser Seife, die in Leas Badezimmer fehlte, die sie aber ab jetzt mit Nora verbinden würde.

„Du hast da Ruß auf der Stirn“, sagte Nora leise. Ihre Stimme war tiefer geworden, oder kam Lea das nur so vor? Nora hob die freie Hand, ganz vorsichtig, wie man sich einem scheuen Tier nähert, und strich mit der Daumenkuppe über Leas Schläfe, direkt über der Braue, wo der Rußfleck saß. Die Berührung war federleicht und brannte wie ein Streichholz, das man zu lange brennen lässt, bevor man es wegwirft. Leas Atem stockte. Sie schloss für eine Sekunde die Augen und öffnete sie wieder. Sie sah, dass Nora sie immer noch ansah, fragend und irgendwie erstaunt, als wäre das, was zwischen ihnen passierte, auch für sie eine Überraschung. Die Luft zwischen ihnen war elektrisch aufgeladen, schwer von unausgesprochenen Möglichkeiten.

„Ich habe mich schon gefragt, wann du das endlich tust“, hörte Lea sich sagen. Die Worte kamen leise, fast tonlos, aber sie kamen. Und sie meinte nicht das Entfernen eines Rußflecks.

Wo der Wind sich legt und jede Berührung zählt

Anziehung zwischen Frauen

Noras Finger verharrten auf Leas Schläfe. Der Ruß war längst verwischt, aber ihre Hand blieb, wo sie war. Dann wanderte sie wie von selbst weiter, strich langsam über Leas Wange und tastete die Kontur des Kiefers nach. Schließlich verlor sie sich im weichen Ansatz des Halses, wo Leas Puls jetzt schnell und warm gegen ihre Fingerspitzen pochte. Das Feuer prasselte, ein Vogel schrie über dem Wasser, die ganze Welt schien den Atem anzuhalten. Lea neigte den Kopf minimal zur Seite, eine kaum sichtbare Bewegung, aber Nora verstand sie sofort als das, was sie war: eine Einladung.

„Bist du sicher?“, fragte sie und hasste sich sofort für die Frage, weil sie alles zerstören konnte, diesen zerbrechlichen, flirrenden Moment, den sie nicht verscheuchen wollte. Aber Lea nickte nur, und ihre Augen hielten Noras Blick fest, ohne Ausflucht, ohne dieses nervöse Lachen, mit dem sie beide sonst peinliche Situationen überspielten.

Nora beugte sich vor. Dreißig Zentimeter, zwanzig, zehn – ihre Lippen berührten Leas Mund, weich und tastend. Doch sie waren viel weniger zaghaft, als sie es sich nach all den Jahren ohne diese besondere Form von Begehren vorgestellt hätte. Es war, als würde sie nach Hause kommen, in eine Heimat, die sie vergessen geglaubt hatte. Leas Mund öffnete sich unter ihrem, warm und geschmeidig. Leas Hände – diese schmalen, klugen Bibliothekarinnenhände, die Nora so oft beim Umblättern von Buchseiten beobachtet hatte – gruben sich in ihr Haar, zogen sie tiefer in den Kuss hinein. Es war kein zaghafter, fragender Kuss mehr, sondern ein fester, entschlossener, der mit jeder Sekunde selbstverständlicher und zugleich drängender wurde.

Daynia privat 👀

Die Welt verengte sich auf das, was ihre Körper betraf: Leas Atem, der nach Rosé und geröstetem Brot schmeckte; die kühlen Fingerspitzen, die unter Noras Bluse glitten, an ihrer Wirbelsäule entlang, Wirbel für Wirbel; Noras eigene Hände, die den Saum von Leas dünnem Baumwollshirt fanden und zögerten, nur einen Wimpernschlag lang, bevor sie unter den Stoff tauchten. Leas Bauchdecke spannte sich unter der Berührung an und ließ wieder los, ein weiches Nachgeben, das Nora mit einem leisen, fast schmerzhaften Stöhnen quittierte. Sie spürte, wie Leas Brüste sich im BH hoben, als sie tiefer einatmete. Der Gedanke, bald mit den Fingern darüberzustreichen, sandte eine Welle der Hitze durch ihren Unterleib, die sie beinahe schwindelig machte.

„Nicht hier“, flüsterte Lea an ihrem Ohr. Ihre Stimme zitterte leicht, aber es war kein Beben der Unsicherheit, sondern eines der zurückgehaltenen Intensität. „Da drüben, unter den Bäumen. Das Moos ist trocken, ich hab’s vorhin gesehen. Und das Licht …“ Sie vollendete den Satz nicht. Nora verstand auch so.

Sie ließen das Feuer brennen, den Wein offen stehen, die Decke halb auf dem sandigen Boden. Der kurze Weg zu der Baumgruppe am Rand der kleinen Lichtung kam Nora endlos vor, obwohl es vielleicht zwanzig Schritte waren. Aber jeder Schritt enthielt eine eigene kleine Ewigkeit: Leas Hand, die sich in ihre schob, fest und warm und ein wenig rau von der Feuerrinde; der Geruch von harzigem Holz, der stärker wurde, je näher sie den Kiefern kamen; der gedämpfte weiche Boden unter ihren Füßen, der jedes Geräusch schluckte. Die Dämmerung war inzwischen fast vollständig hereingebrochen. Ein tiefes, samtiges Blau hatte den Himmel übernommen, und das Wasser des Sees war nur noch ein dunkler Spiegel, in dem sich die ersten Sterne zu zeigen begannen.

Unter den Bäumen war der Moosboden tatsächlich trocken, wie Lea gesagt hatte, ein weicher, federnder Teppich, der den Duft von Erde und Wald verströmte. Lea blieb stehen, drehte sich zu Nora um, und dann waren sie wieder beieinander, Mund auf Mund, Körper an Körper, als hätten die zwanzig Schritte gar nicht stattgefunden. Aber jetzt war alles dringlicher, weniger zögerlich. Nora zog Lea das Shirt über den Kopf, warf es irgendwo ins Halbdunkel, öffnete den BH-Verschluss mit einer Geschicklichkeit, die sie selbst überraschte, und dann lagen Leas Brüste frei, von den Schatten der Kiefernzweige gestreift, die Warzen aufgerichtet in der kühleren Abendluft. Nora senkte den Kopf und nahm eine davon in den Mund, und Leas Keuchen war das entzückendste Geräusch, das sie je gehört hatte. Sie umspielte die harte Spitze mit der Zunge, sog daran, bis Lea die Hände in ihre Schultern krallte und einen abgehackten Laut ausstieß, der fast wie ihr Name klang.

Kostenlose Fuß-Clips

„Nora …“ Ja, es war ihr Name. Leas Stimme war rau, brüchig und voller Wollen. Sie zog Nora am Kragen zu sich hoch, küsste sie, schmeckte sich selbst auf deren Lippen und begann dann mit fliegenden Fingern, Noras Bluse aufzuknöpfen. Zwischen den Küssen zerrten sie einander die Kleider vom Leib – Jeans, die sich an feuchten Fingern verhakten, ein Gürtel, der sich sperrte, Socken, die sie mit halbherzigen Tritten von den Füßen schleuderten. Als sie endlich nackt voreinander im Moos knieten, waren beide atemlos und lachten vor Erleichterung und Ungeduld. Lea hielt einen Moment inne und strich mit beiden Händen über Noras Schultern, ihre Arme hinunter, über die Rippenbögen und die Hüften, als wollte sie sich jede Einzelheit einprägen.

„Du bist so schön“, murmelte sie, und es war kein Kompliment, sondern eine Feststellung, leise und verwundert, als wäre sie selbst überrascht, dass sie das laut aussprach.

Die Wellen kommen näher, bis nichts mehr zwischen uns ist.

Nora hätte etwas erwidern können – dass Lea bezaubernd war, dass das alles verrückt und wundervoll und längst überfällig war –, aber die Worte blieben ihr im Hals stecken, weil Leas Hände genau in diesem Moment tiefer wanderten, über ihren Bauch, durch das dunkle Dreieck aus krausem Haar, das sie seit Jahren nicht mehr rasierte. Leas Fingerspitzen fanden ihren Weg mit einer Zielstrebigkeit, die Nora den Atem raubte, und glitten durch die feuchte Wärme zwischen ihren Beinen, die sie selbst nur wie ein fernes Pochen wahrgenommen hatte, bis dieser erste, gezielte Druck auf ihre Klitoris alles andere auslöschte.

Sie gab einen Laut von sich, tief und kehlig, und ihr Kopf fiel zurück, sodass sie durch die Kiefernzweige hindurch die ersten klaren Sterne sah. Leas Finger waren da, genau da, bewegten sich in langsamen, präzisen Kreisen, die Noras gesamte Wahrnehmung auf diesen einen Punkt zusammenzogen. Jede Drehung sendete elektrische Impulse durch ihren Unterleib und ihren Rücken, und sie spürte, wie das feuchte Pochen unter Leas Berührung anschwoll, intensiver und dringlicher wurde. Dann glitten die Finger tiefer und tauchten in sie ein, nur eine Fingerspitze zuerst. Diese konnte sie aufnehmen und umschließen als einen warmen, willkommenen Druck. Dann kam ein zweiter Finger dazu, der sie dehnte und füllte und zu einer langsamen, tiefen Bewegung ansetzte.

„Ja, ja …“, keuchte Nora, während die Wörter ohne ihren Willen kamen und gingen. Sie stützte sich mit den Händen hinter sich ab, während Lea den Rhythmus fand, ein Kommen und Gehen, das sich in ihrem eigenen Herzschlag verfing und ihn schneller werden ließ. Ihre Hüften begannen, den Bewegungen entgegenzudrängen, ein instinktives Suchen nach mehr, noch mehr, und Lea gab es ihr. Sie beugte sich vor und nahm Noras Brustwarze zwischen die Lippen, während ihre Finger unablässig in ihr stießen und ihr Daumen auf der geschwollenen Perle kreiste. Die doppelte Stimulation riss Noras Bewusstsein in Fetzen – sie hörte sich selbst wie von weit weg, hörte die Laute, die sie ausstieß, die Worte, die sie formte, ohne sie zu kontrollieren: Bitten und Lobpreisungen und immer wieder Leas Namen.

Deutsche Camgirls Live

Dann zog Lea ihre Finger zurück; Nora protestierte mit einem enttäuschten Laut, der in ein scharfes Einatmen überging, als Lea sie sanft ins Moos drückte und sich über sie schob. Ihre Schenkel legten sich um Noras rechten Oberschenkel, und Nora spürte sofort, wie nass Lea war, wie heiß und bereit, als sie sich an ihr zu reiben begann. Der animalische Instinkt dieser Bewegung, der direkte Kontakt von Leas Geschlecht an ihrem Bein, ließ eine neue Welle der Hitze durch Nora strömen. Sie griff zwischen ihre Körper, fand Leas nasse Mitte, und Lea keuchte auf, als Noras Finger sie fanden, in sie glitten, während ihr eigener Rücken sich im Moos bog. Sie bewegten sich jetzt gemeinsam – Noras Finger in Leas, Leas Hüfte an ihrem Schenkel, Noras freie Hand in Leas Haar, Leas Lippen an Noras Hals. Dort würde sie einen kleinen blauen Fleck saugen, den sie beide morgen sehen und ein Lächeln unterdrücken würden.

So lagen sie, ineinander verschlungen, und fanden einen gemeinsamen Rhythmus, der die Minuten auflöste und nur noch Steigerung kannte. Nora spürte, wie der Druck in ihr wuchs, diese unaufhaltsame Welle, die von irgendwo tief in ihrem Becken aufstieg und nach vorn drängte, unaufhaltsam und gnadenlos schön. Sie konzentrierte sich auf Leas Lust, auf die feuchten, saugenden Geräusche, die ihre Finger machten, und auf Leas stockenden Atem. Sie konzentrierte sich auch auf die kleinen Zuckungen in ihren Schenkeln, die verrieten, dass auch sie kurz davorstand.

„Komm mit mir“, flüsterte sie heiser, und Lea nickte, die Stirn an Noras Schlüsselbein gepresst; dann brachen sie beide endlich gleichzeitig aus. Noras Orgasmus riss sie nach oben, einen wilden, zuckenden Bogen entlang, der ihre gesamte Beckenmuskulatur in rhythmischen Wellen kontrahieren ließ. Währenddessen versteifte sich Leas Körper auf ihr und ein lang gezogener Schrei verlor sich in der Stille unter den Bäumen. Leas Schenkel bebten, gegen ihren eigenen drückten sie, nass, heiß und unendlich. Sie hielten einander fest, während die Wellen kamen und wieder gingen, langsamer wurden, ausliefen, und schließlich lag Lea schwer auf ihr. Beide atmeten heftig, die Haut schweißbedeckt und von Moskitostichen gezeichnet, die keine von ihnen bemerkt hatte.

Funken, die bleiben, wenn das Feuer niederbrennt

Lea war die Erste, die sich rührte. Sie schob sich von Nora herunter, aber nicht weg – sie blieb an ihrer Seite, eine Hand auf Noras Brustkorb, wo sie die allmählich langsamer werdenden Herzschläge spürte. Über ihnen rauschten die Kiefern leise im Nachtwind, und durch die Lücken im Geäst funkelten die Sterne, mehr als vorher, als hätte der Himmel sich in der Zwischenzeit mit ihnen ausgebreitet. Der Rauchgeruch vom Feuer wehte herüber, dünn und vertraut, und Lea dachte kurz daran, dass sie die Glut vielleicht hätten abdecken sollen, bevor sie gingen. Aber der Gedanke war weit weg und unwichtig, ein Relikt aus der Welt der Verpflichtungen und Vorsichtsmaßnahmen, die hier draußen, unter diesem Himmel und auf diesem Moosbett, nichts zu suchen hatte.

Nora drehte den Kopf zur Seite, bis ihre Wange Leas feuchtes Haar berührte. „Das Feuer ist wahrscheinlich ausgegangen“, murmelte sie.

„Ja“, sagte Lea. „Ist mir egal.“

Sie lachten beide leise, dieses spezielle Lachen nach der Lust, das nichts mit Humor zu tun hat und alles mit der Unfähigkeit, das gerade Erlebte in Worte zu fassen. Lea fuhr mit einem Finger über Noras Schlüsselbein, malte unsichtbare Muster auf die warme Haut, während sie versuchte, ihre Gedanken zu ordnen. Vor zwei Stunden waren sie noch Kolleginnen gewesen, Freundinnen mit einem vorsichtigen, unausgesprochenen Potenzial. Und jetzt war das Potenzial Wirklichkeit geworden, und die Wirklichkeit war so viel überwältigender, als Leas vorsichtige Tagträume es je gewagt hatten auszumalen.

Kostenlose Fuß-Clips

„Ich habe mir das so oft vorgestellt“, sagte sie leise. „Verschiedene Versionen. Wie es sein würde. Mit dir.“ Sie zögerte, aber die Dunkelheit und die Erschöpfung und das tiefe Wohlgefühl in ihren Knochen erleichterten es, weiterzusprechen. „Jede Version war falsch. Weil ich nie gedacht hätte, dass es sich so anfühlt. Dass es sich so unaufgeregt und gleichzeitig so gewaltig anfühlen kann. Weißt du, was ich meine?“

Nora nickte. Ihr Arm legte sich um Leas Rücken, zog sie näher, bis ihre Körper vom Schlüsselbein bis zu den Knien aneinandergeschmiegt lagen. „Ich weiß genau, was du meinst. Es war, als hätte mein Körper die ganze Zeit gewusst, was mein Kopf sich nicht erlauben konnte zu denken.“ Sie presste einen sanften Kuss auf Leas Stirn. „Danke, dass du nicht wegggerannt bist, als ich den Ruß weggemacht habe. Oder dass du nicht so getan hast, als wäre das nur Freundschaft und praktische Hilfe am Lagerfeuer oder was auch immer man sich da zurechtlegen könnte.“

„Wegrennen?“, Lea schnaubte leise. „Ich saß doch schon wochenlang da und hab darauf gewartet, dass du irgendwas tust. Ich bin viel zu feige, um den ersten Schritt zu machen. Aber ich war bereit. Bereit genug, dass ich dachte, ich explodiere, wenn du mich noch einmal nur flüchtig am Arm berührst und dann tust, als wäre nichts gewesen.“ Ihre Stimme war jetzt fester, ein fast belustigter Unterton schwang mit. „Du bist wirklich nicht im Bilde darüber, was das mit mir gemacht hat, oder? Dieses eine Mal, als du dich in der Stadtbücherei über meine Schulter gebeugt hast, um den Bildschirm zu sehen, und dein Haar hat mein Ohr gestreift. Ich hab drei Tage gebraucht, um mich davon zu erholen.“

Nora lachte auf. „Das war Absicht. Also nicht, dass ich dachte, du würdest drei Tage zur Erholung brauchen, aber … es war nicht unabsichtlich.“ Sie hob den Kopf, sah Lea an. Im fahlen Sternenlicht waren Leas Augen nur dunkle, glänzende Ovale, aber Nora konnte das winzige Lächeln um ihre Mundwinkel ausmachen. „So viel fällt mir jetzt ein, was ich getan habe, ohne es mir einzugestehen: wie ich bei diesen endlosen Sitzungen immer den Platz neben dir gesucht habe; dass ich die Bücherausleihe neulich absichtlich auf den Donnerstag gelegt habe, weil ich wusste, dass du da Spätschicht hast; wie ich mich selber fast wahnsinnig gemacht hab mit der Frage, ob du vielleicht, eventuell, unter bestimmten Umständen …“

„Ja“, unterbrach Lea sie ruhig. „Ja zu allem, was du fragen wolltest.“ Sie schob sich auf den Ellbogen hoch, sah auf Nora hinab, und ihre Miene war ernst, fast feierlich. „Ich weiß nicht, was zwischen uns werden wird. Ich weiß nicht, ob es ein Sommer ist oder ein Jahr oder zehn Jahre. Aber ich weiß, dass ich mich noch nie so gesehen gefühlt habe wie mit dir. Und das will ich nicht mehr verlieren, egal in welcher Form.“ Sie senkte den Kopf und küsste Nora, langsam diesmal, nicht dringlich, sondern zärtlich und gründlich, wie ein Versprechen ohne Worte.

VISIT-X

Die Nachtkühle kroch schließlich unter ihre nackte Haut. Sie machten sich daran, ihre Kleider einzusammeln. Das war ein schwieriges Unterfangen im stockdunklen Schatten der Kiefern, das mit viel Gelächter und einigen verfehlten Ärmeln endete. Zurück an der Feuerstelle fanden sie die Glut tatsächlich nur noch schwach glimmend vor. Aber statt neu zu entfachen, packten sie ihre Sachen zusammen: die Decke, die halb geleerte Weinflasche, die Reste des Stockbrots, das längst kalt und hart geworden war. Während sie zum Auto gingen, ihre Schritte schwer auf dem weichen Waldboden, hakte Lea ihren kleinen Finger in Noras Gürtelschlaufe ein. Es war eine stumme, beiläufige Geste, die wie eine Unterschrift unter das Ungesagte wirkte.

Das Licht ihrer mitgebrachten Laterne malte wandernde Kreise auf den Weg. Bald würden sie ins Auto steigen und zurück in die Stadt fahren, wo verschiedene Wohnungen auf sie warteten und morgen diverse Wecker klingelten. Aber zwischen heute und morgen lag ein Abend, der die Welt ein kleines Stück weit neu sortiert hatte. Und unter dem Geruch von Rauch und Moos und Wein lag jetzt, ganz schwach, der Duft von Zitronengras. Außerdem roch es nach etwas anderem, das nach ihnen beiden roch und sich nicht mehr auswaschen lassen würde.

– ENDE –

Falls dir diese erotische Geschichte gefallen hat, bewerte sie doch bitte.

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.