Mein Seitensprung im Flugzeug

Seitensprung im Flugzeug
Lesedauer 7 Minuten

Seitensprung im Flugzeug auf 10.000 Metern

Lange Zeit hatte ich Dominanz für eine lächerliche Vorstellung gehalten. Frauen, die ihren Männern Befehle erteilten? Peinlich. Abstoßend. Zumindest redete ich mir das ein. Bis Felix eines Abends mit diesem zögerlichen Blick auf dem Sofa saß – dem Blick, den er immer hatte, wenn er etwas sagen wollte, das zwischen uns zerbrechen könnte.

„Lara“, begann er und drehte seinen Ehering um den Finger. „Ich habe da einen Wunsch.“

Drei Jahre hatte er gebraucht, um es auszusprechen. Drei Jahre, in denen unser Sexleben sich in eine wohlwollende Routine verwandelt hatte: samstags, mit Licht aus, in der Missionarsstellung und mit Höhepunkt auf Kommando. Funktional. Langweilig.

„Du möchtest, dass ich dich dominiere“, sagte ich, bevor er den Satz beenden konnte.

Er nickte, die Ohren leicht gerötet.

Also willigte ich ein – eher aus Neugier als aus Überzeugung. Was dann geschah, überraschte uns beide: Ich entdeckte eine Seite an mir, die nach Macht dürstete. Nicht nach grausamer Macht, sondern nach dieser stillen Gewissheit, dass er mir gehörte. Dass er jeden Atemzug von mir wollte, jeden Befehl.

Also verbot ich ihm das Masturbieren. Reduzierte unseren Sex auf zweimal monatlich – immer dann, wenn ich es bestimmte. Anfangs stammelte er protestierend, doch seine Erektion verriet ihn. Er liebte es.

An jedem Monatsersten legte ich zwei Kondome in meine Handtasche. Zur Verhütung, ja, aber auch zur Demonstration: Ich kontrollierte, wann, wo und wie. Er durfte nur kommen, wenn ich es erlaubte.

Dass ich ihn bald betrügen würde, ahnte ich damals noch nicht.

Der Blick im Terminal

Es war der erste Tag eines neuen Monats, als wir früh aufbrachen. Geschäftlich nach Barcelona. Felix hatte einen Kunden, ich hatte mir ein langes Wochenende verdient. Beim Packen am Vorabend hielt ich ein Kondom in die Luft und lächelte vielsagend.

„Vielleicht im Flugzeug“, sagte ich nur. „Wenn du artig bist.“

Seine Hose spannte sich sofort. Herrlich, diese Reaktion. Natürlich hatte ich nie vorgehabt, es tatsächlich zu tun – aber die Vorstellung, wie er darauf brannte, bereitete mir ein heimliches Vergnügen.

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Am nächsten Morgen saßen wir viel zu früh am Gate. Felix holte Kaffee, ich blätterte in einem Roman, ohne eine Zeile zu erfassen. Dann passierte es.

Er saß drei Reihen vor mir. Ein Mann, der aussah, als wäre er direkt aus einem Magazin geschnitten: dunkle Haut, perfekt rasiert, ein Anzug, der mehr kostete als Felix‘ monatliches Gehalt. Er blätterte in einer Wirtschaftszeitung, völlig entspannt, als gehöre die Welt ihm.

Unsere Blicke trafen sich. Nur einen Sekundenbruchteil. Aber etwas in mir setzte aus.

Wärme breitete sich zwischen meinen Beinen aus. Ich spürte, wie mein Slip feucht wurde – als hätte mein Körper beschlossen, dass dieser Fremde das Recht hatte, ihn zu beanspruchen. Es war lächerlich. Kindisch. Ich war zwölf Jahre mit Felix verheiratet, hatte ihn nie betrogen, nie ernsthaft darüber nachgedacht.

Doch hier saß ich, vierzig Jahre alt, Mutter zweier Kinder, und mein Herz raste wegen eines Unbekannten.

„Lara? Unser Flug geht.“

Felix‘ Stimme riss mich aus meiner Trance. Ich blickte zu ihm auf, sah seine gutmütigen Augen, das sanfte Lächeln. Früher hatte ich das geliebt. Jetzt empfand ich beinahe Verachtung.

„Kauf mir Zigaretten“, hörte ich mich sagen. „Und ein Feuerzeug.“

Er starrte mich an. Ich hatte vor zwanzig Jahren aufgehört zu rauchen – eine Tatsache, die er sehr wohl kannte. Aber er wusste auch, dass er den Anblick einer rauchenden Frau unwiderstehlich fand.

„Aber der Flug –“

„Beeil dich.“

Widerstandslos eilte er los. Ich stand auf, glättete meinen engen weißen Rock und ging zur Boarding-Schlange – direkt hinter dem Fremden.

Er roch nach Zedernholz und Kaffee. Als er sich umdrehte, trafen sich unsere Blicke erneut. Sein Blick wanderte von meinen nackten Beinen über meine Brüste, die sich unter der durchsichtigen Bluse abzeichneten. Meine Nippel verhärteten sich sofort, als hätten sie auf diesen Befehl gewartet.

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„Oft unterwegs?“, fragte ich, meine Stimme viel zu heiser.

„Vertrieb. Fast täglich.“ Sein Akzent war schwer einzuordnen, seine Stimme tief. „Luca.“

Ich ignorierte den Namen. „Hast du schon einmal … im Flugzeug?“

Seine Augen weiteten sich kurz. Dann lächelte er. Dieses Lächeln war gefährlich – selbstbewusst, wissend. „Ich hatte nie das Vergnügen.“

„Vielleicht wird das heute dein erstes Mal.“

Luca musterte mich. „Und dein Mann?“

Ich trat näher, spürte die Wärme seines Körpers. „Keine Sorge um ihn. Wir haben eine Abmachung: Ich nehme, was ich will. Er leckt danach sauber.“

Genau in diesem Moment kam Felix angerannt, eine Tüte in der Hand. Ich öffnete sie, zog das Feuerzeug heraus und warf den Rest in den nächsten Mülleimer.

„Falsche Marke, Idiot.“ Ohne auf seine Reaktion zu warten, folgte ich Luca durch den Gang ins Flugzeug.

Der Seitensprung im Flugzeug

Seitensprung über den Wolken

Unsere Plätze waren sechs Reihen hinter seinem. Felix quetschte sich auf den Mittelplatz – ich hatte ihm den Gangplatz verboten –, während auf dem Fensterplatz ein junges Mädchen mit aufreizendem Pullover saß. Felix‘ Blick blieb einen Moment zu lang an ihrer Brust hängen.

Ich drückte ihm eine Zeitschrift in die Hand. „Halt das vors Gesicht. Oder willst du, dass ich dich später bestrafe?“

Er gehorchte sofort. Erbärmlich. Aber genau das machte mich an.

Das Flugzeug hob ab. Ich las in meinem Buch, während meine linke Hand auf Felix‘ Oberschenkel lag. Langsam, beiläufig, ließ ich meine Finger über seine Hose wandern. Unter dem Stoff regte sich etwas. Sein Atem wurde flacher.

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„Lara“, flüsterte er. „Das hier … im Flugzeug …“

„Still.“ Meine Krallen kratzten leicht über seinen Schritt. Durch die Hose sah ich, wie sein Glied anschwoll, wie sich ein feuchter Fleck bildete – Vorfreude. Das Schulmädchen starrte gebannt auf meine Bewegung. Als sich unsere Blicke trafen, kicherte sie leise.

Zehn Minuten später stand Luca auf. Er ging in Richtung der Toiletten, warf mir einen Blick zu – eine Einladung.

Ich wartete, bis der Servierwagen unsere Reihe erreichte, dann stand ich auf. „Warte zwei Minuten. Dann kommst du nach“, sagte ich zu Felix und nahm meine Handtasche.

Meine Beine zitterten, als ich den Gang entlangging. Die Toilette, die mit einer roten Anzeige signalisiert, dass sie besetzt ist, war belegt. Ich klopfte. Die Tür öffnete sich sofort.

Luca zog mich hinein, schloss ab. Die Kabine war winzig, aber das spielte keine Rolle. Er wollte etwas sagen – eine Frage, eine Floskel –, aber ich presste meinen Mund auf seinen. Er schmeckte nach Minze und Männlichkeit, das war alles, was ich brauchte.

„Keine Namen“, keuchte ich, als wir Luft holten. „Keine Geschichten. Nur das hier.“

Seine Hände fanden meine Hüften, drückten mich gegen die Wand. Ich spürte seine Härte durch den Stoff seiner Hose – groß, viel größer als Felix. Meine Finger zerrten an seinem Gürtel, ließen seine Hose fallen.

Luft. Ich schnappte nach Luft.

Luca war schwarz, aber sein Glied war nicht einfach nur schwarz. Es war … imposant. Ein Ebenholzstab, leicht gekrümmt, mit einer Eichel, die nach mir dürstete.

„Setz dich“, befahl ich, meine Stimme heiserer als beabsichtigt.

Er ließ sich auf die Klobrille sinken, ragte vor mir auf wie ein Denkmal der Begierde. Aus meiner Handtasche holte ich eines der Kondome – es war zu klein. Aber es würde reichen.

Ich riss die Verpackung auf, rollte das Gummi über seinen Schaft. Er zuckte leicht.

„Dein Mann leckt wirklich sauber?“

Ein kehliges Lachen. „Frag mich später nochmal.“

Dann zog ich Rock und Slip aus und setzte mich rittlings auf ihn. Einen Moment balancierten wir an diesem Punkt – seine Spitze an meiner Öffnung, beide zitternd vor Vorfreude. Dann senkte ich mich.

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Der Seitensprung im Flugzeug fühlte sich an wie ein Absturz in eine andere Existenz. Luca füllte mich komplett aus, dehnte mich, forderte mich heraus. Ich hatte nicht gewusst, dass ein Körper so viel aufnehmen konnte.

„Fester“, stöhnte ich. „Hart. Ich will es spüren.“

Er packte meine Hüften, hob mich an und ließ mich wieder fallen – ein Rhythmus, der das Klappern der Toilettentür übertönte. Seine Daumen gruben sich in mein Fleisch, hinterließen sicher Spuren. Gut.

Ich kam schnell, zu schnell, ein Schrei, den ich in seine Schulter presste. Luca hielt mich fest, während mein Körper um ihn zuckte, und wartete – der geduldige Jäger.

Dann klopfte es.

„Lara?“

Felix‘ Stimme, leise, unsicher.

Luca lächelte – dieses gefährliche Lächeln – und rammte sich tiefer in mich. Der Orgasmus, den ich gerade überstanden hatte, kündigte seinen nächsten Besuch an.

„Eine Minute“, rief ich, meine Stimme viel zu erstickt. Dann zu Luca: „Mach weiter. Bitte.“

Er vergrub sein Gesicht in meinem Nacken, biss leicht in die Haut, während er schneller wurde. Sein Atem war heiß, unkontrolliert, endlich nicht mehr perfekt. Ich spürte, wie er sich in mir anspannte, wie sein Schaft pulsierte.

„Jetzt“, presste er hervor.

Seine Explosion traf mich mittendrin. Zwei Orgasmen gleichzeitig, ineinander verschlungen, so intensiv, dass mir die Tränen kamen. Dass ich für einen Moment vergaß, wo ich war.

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Dann war es vorbei.

Luca zog sich zurück. Das Kondom hing an ihm, prall gefüllt. Ich löste es vorsichtig ab, knotete es zu, verstaute es in meiner Tasche. Eine Trophäe.

„Für ihn?“, fragte Luca.

„Andenken.“

Er zog sich an, während ich meine Kleidung richtete. Zum Abschied gab ich ihm meinen Slip – durchtränkt, ein Beweis. Er steckte ihn lächelnd ein, öffnete die Tür.

Draußen stand Felix wie ein begossener Pudel. Luca klopfte ihm auf die Schulter. „Glückwunsch zu deiner Frau. Sie ist … beeindruckend.“ Dann ging er, die Kondomverpackung in Felix‘ Hand drückend.

Ich trat heraus, strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Felix starrte auf die Verpackung, dann auf mich. Seine Hose spannte sich.

„Zu spät, Schatz“, sagte ich und tätschelte seinen Schritt. „Ich konnte nicht warten. Jetzt ab aufs Klo und wasch dich.“

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In der Hotelnacht band ich ihn nackt an einen Sessel – Krawatte um die Handgelenke, Seidenstola als Augenbinde. Er zitterte vor Erregung, als ich aus dem Bad kam, immer noch nackt, immer noch feucht von Luca.

Ich rollte das zweite Kondom über Felix‘ steifes Glied. Nicht, weil ich Verhütung brauchte – ich würde ab jetzt die Pille nehmen –, sondern weil ich die Kontrolle liebte.

Dann setzte ich mich auf ihn.

Während er meine Brustwarzen leckte – auf Befehl – erzählte ich ihm alles. Die feuchten Höschen im Terminal. Die Enge der Flugzeugtoilette. Die Art, wie Luca mich ausgefüllt hatte. Die blauen Flecken auf meinen Hüften.

„Das war heute“, flüsterte ich. „Der Seitensprung im Flugzeug wird nicht der letzte sein. Ich werde Liebhaber haben. Viele. Große. Und du wirst sie sauberlecken.“

Sein Schwanz zuckte in mir – nicht vor Schock, sondern vor Lust. Der Verräter.

Ich nahm ihm die Augenbinde ab. Er starrte auf die Bissspuren an meinem Hals, die roten Striemen auf meinen Brüsten. Seine Hüften wurden heftiger.

„Sieh her“, sagte ich und holte das gebrauchte Kondom aus meiner Tasche. Vorsichtig schnitt ich den Knoten auf, ließ Lucas Samen auf meine Brüste tröpfeln – eine klebrige, durchsichtige Spur. Felix beobachtete, wie die Flüssigkeit langsam über meine Haut rann und sich in seine Richtung bewegte.

„Leck.“

Er beugte sich vor, seine Zunge zögerte nur eine Sekunde. Dann schmeckte er einen fremden Mann auf seiner Frau.

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Sein Orgasmus war so heftig, dass er gegen die Fesseln riss.

Seit diesem Tag hat sich alles verändert. Ich nehme die Pille. Felix leckt sauber – wann immer ich es verlange. Und ich habe drei regelmäßige Liebhaber, jeder mit einem Glied, das Felix‘ Vorstellungen sprengt.

Mein Mann weiß nicht, wer sie sind. Würde es ihn wohl interessieren, dass einer von ihnen sein Chef ist? Dass ich manchmal, während Felix ahnungslos Akten sortiert, auf dessen Schreibtisch liege und mir zeigen lasse, was ein richtiger Mann kann?

Vielleicht erfährt er es eines Tages. Vielleicht auch nicht.

Eines weiß ich sicher: Der Seitensprung im Flugzeug war der glorreichste Fehler meines Lebens. Er hat mich gelehrt, dass Lust keine Scham kennt. Dass Liebe nicht bedeuten muss, auf alles andere zu verzichten. Dass Felix und ich nie enger waren – in dem Moment, in dem ich mich am weitesten entfernte.

Ich liebe meinen Mann. Aber ich liebe auch die Freiheit, zu nehmen, was ich will.

Und Felix liebt es, danach zu lecken.

– ENDE –

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