Das Sirren der Bremsscheiben vor dem Feldweg: Wie aus Buswarten hemmungsloser Gruppensex wird

hemmungsloser Gruppensex
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Hemmungsloser Gruppensex

Niklas’ Hand lag auf Amaras nacktem Oberschenkel, genau dort, wo der Saum ihres Sommerkleids endete. Keine fünf Millimeter Stoff trennten seine Fingerspitzen von ihrer Haut. Das Sirren der hydraulischen Bremsscheiben war noch nicht verklungen, da spürte er, wie sie die Beine einen Spalt breit öffnete. Einladung genug.

»Die nächste Verbindung kommt in zwei Stunden«, sagte der Fahrer, ohne sich umzudrehen. Die Bustür zischte auf. Heiße Luft schlug ihnen entgegen wie ein feuchtes Tuch, schwer von Lavendel und trockenem Gras. Amaras Parfüm mischte sich mit dem Geruch von erhitztem Asphalt und Motoröl zu einem süßbitteren Cocktail, der Niklas schwindelig machte. Oder vielleicht war es auch nur das Warten, das ihn so elektrisierte. Das Warten und das Wissen, was in zwei Stunden passieren würde.

Sie stiegen aus. Die Landstraße flimmerte in der Nachmittagshitze, eine blinde Schlange, die sich durch sanfte Hügel wand, links und rechts Felder, Stoppeln, vereinzelt Mohnblumen wie rote Tupfer im satten Gelb. Das Bushäuschen war kaum mehr als eine Wellblechkonstruktion mit einer schmalen Bank, daneben ein verbeulter Aschenbecher auf einem rostigen Ständer. Von der Bushaltestelle selbst kündete nur das gelbe H mit grünem Rand an einem Pfahl, ansonsten: nichts. Kein Bauernhof in Sicht, kein Gebäude, kein Auto, das kam.

Genau so hatten sie es sich vorgestellt.

Amara ließ ihre Tasche auf die Bank fallen und drehte sich zu ihm. Der Wind fuhr in ihr Kleid, ließ den dünnen Stoff flattern, und auf ihrer Stirn glitzerten Schweißperlen. Sie lächelte. »Und?«

»Was und?«

»Fühlst du es?«

Er fühlte es. Die Abgeschiedenheit machte es real. Nicht der Gedanke, nicht die Fantasie im abgedunkelten Schlafzimmer. Hier draußen, wo die Stille nur vom Sirren der Zikaden durchbrochen wurde, bekam die Verabredung Gewicht. Sie waren keine zwanzig Minuten entfernt von einem Treffen, das sie seit Wochen vorbereitet hatten: fünf Erwachsene, alle über Mitte zwanzig, alle wissend und wollend. Fünf Körper unter freiem Himmel, weit genug von der Straße entfernt, aber eben nicht privat. Darum ging es ja. Genau um diese Grenze zwischen verborgen und sichtbar. Um eine Form von hemmungslosem Gruppensex, die sich nicht versteckte und trotzdem niemanden verletzte.

»Ich fühl’s«, sagte Niklas.

Amara nahm seine Hand von ihrem Oberschenkel und führte sie höher. »Deine Hand zittert.«

»Vor Aufregung.«

»Nicht vor Angst?«

Er schüttelte den Kopf. Über ihnen spannte der Himmel ein tiefes, fast aggressives Blau auf. Die Hitze flirrte um die Leitplanke und ließ die Landschaft dahinter tanzen wie eine Fata Morgana. Niklas dachte an die Nachrichten der letzten Tage, die er und Amara in ihrem gemeinsamen Chat mit den anderen gelesen, geschrieben und nochmals angeschaut hatten. Es waren Worte, die er niemals laut aussprach, sondern nur tippte, während sie nachts nebeneinander lagen, jeder mit seinem Display vor dem Gesicht und dennoch verbunden. »Ich will sehen, wie du aussiehst, wenn dich jemand anderes berührt«, hatte Amara ihm geschrieben. Und er hatte geantwortet: »Du wirst nicht wiederzuerkennen sein.«

Jetzt standen sie hier. Kein Bus. Keine Seele. Nur die Hitze, die in Wellen vom Asphalt aufstieg, und ihre eigene Ungeduld.

»Weißt du, was mich am meisten anturnt?«, fragte Amara. Sie lehnte sich gegen den Pfosten des Haltestellen-Schilds. Das Metall musste glühend heiß sein, aber sie schien es nicht zu spüren.

»Dass wir es tun?«

»Dass wir warten. Dass wir hier stehen und wissen, was kommt, und dass wir nicht mehr zurückkönnen. Dass es so echt ist wie diese beschissene Haltestelle.« Sie lachte leise. Ihr Lachen trocknete in der Hitze, bevor es verklang.

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»Ist das dein Ernst?«

»Völlig. Ich will diese Vorfreude auskosten.« Sie leckte sich über die Unterlippe. » Ich will auf den verdammten Bus warten, obwohl wir genau wissen, dass wir ihn nie betreten werden. Und dann wünsche ich, auf den Feldweg abzubiegen, du weißt schon, der hinter dem Rapsfeld, und ich will ihre Stimmen hören, bevor ich sie sehe. Und dann, Niklas – dann will ich, dass du als Erster meine Schultern berührst, während mir jemand anderes das Kleid hochschiebt.«

Niklas spürte, wie sich seine Kehle zusammenzog. Seine Shorts spannten. Amara sah es, sagte aber nichts. Stattdessen griff sie nach seiner Hand und legte sie auf ihre Brust, mitten auf das leichte Leinen, unter dem sich kein BH verbarg.

»Spürst du das?«, murmelte sie. »Mein Herz rast.«

Es raste wirklich. Er spürte es gegen seine Handfläche hämmern wie einen Kolben. Sie war erregt, das sah er an ihren geweiteten Pupillen, hörte es am leichten Beben ihrer Stimme. Und sie hatte recht: Das Warten machte ihn härter, als jede Berührung es könnte.

Das dritte Lächeln auf dem Feldweg

Der Bus kam nicht.

Natürlich nicht. Sie hatten längst beschlossen, dass sie ihn nicht nehmen würden, dass er für sie nur die Markierung war, der zeitliche Fixpunkt für ihr tatsächliches Ziel. Und doch blieben sie stehen und blickten die leere Straße hinunter, als könnte dort jede Minute ein Motor aufheulen. Sie warteten, bis die ausgemachte Zeit verstrichen war, bis aus dem Vielleicht ein endgültiges Jetzt wurde.

Ohne ein Wort griff Amara nach seiner Hand und zog ihn von der Haltestelle fort. Sie überquerten die Straße, spürten die Hitze durch die Sohlen ihrer Sandalen brennen, und bogen hinter dem verwitterten Wegweiser auf einen schmalen Feldweg ein, den sie bisher nur von Satellitenbildern kannten. Staub wirbelte bei jedem Schritt auf, legte sich wie ein feiner Schleier auf Amaras nackte Waden. Der Raps stand hoch, leuchtete in einem beinahe obszönen Gelb, das in der Sonne förmlich schrie. Bienen taumelten träge von Blüte zu Blüte.

»Da hinten«, sagte Amara und blieb stehen.

Zwischen den letzten Stängeln hindurch sah Niklas die Umrisse eines alten Geräteschuppens, halb verfallen, das Wellblechdach von Rost zerfressen, die Holzbohlen silbrig verwittert. Davor: eine Lichtung, kaum größer als ein Tennisplatz, umstanden von hohen Gräsern und wildem Klatschmohn. Und darauf – drei Gestalten, Schattenrisse, die ihnen entgegenblickten.

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Das Herz schlug Niklas bis in den Hals. Er kannte sie nur von Fotos, von Profilbildern mit Sonnenbrillen, von den verpixelten Vorschaubildern aus dem Gruppenchat. Jetzt waren sie real. Zwei Männer, eine Frau. Sie winkten nicht, sie riefen nicht. Sie warteten einfach, so wie er und Amara gewartet hatten. Und das spiegelte etwas in ihm, das sich unerwartet tief anfühlte: Diese Menschen hatten denselben Weg zurückgelegt, hatten dieselben Zweifel zermalmt, dieselbe Gier kultiviert.

Amara ließ seine Hand los und ging voraus. Ihr Gang veränderte sich mit jedem Schritt – die Hüften schwangen ausladender, die Schultern fielen nach hinten, das Kinn hob sich. Sie schälte sich aus der Alltagshaltung wie eine Schlange, die ihre alte Haut abstreift, und plötzlich war sie nicht mehr die Frau, die vorhin an der Haltestelle über Herzrasen gesprochen hatte. Sie war eine andere. Eine, die drei fremden Menschen entgegenging, um sich von ihnen anfassen zu lassen.

»Da seid ihr ja«, sagte die Frau. Sie hieß Svenja, das wusste Niklas, und ihre Stimme war tiefer, als er erwartet hatte. Ein Raucherinnen-Organ, rau und warm. Ihr Haar, ein kurzer blonder Schnitt, klebte ihr an den Schläfen. Sie trug nichts als ein schwarzes Bustier und eine kurze Jeans, die ihre kräftigen Oberschenkel kaum bedeckte.

Die beiden Männer dahinter – Jonas, schlaksig und sommersprossig, und Tobias, älter, bärtig, mit tätowierten Unterarmen – nickten ihnen zu. Keiner gab die Hand. Keiner umarmte. Die Begrüßung bestand aus Blicken, die einander abtasteten, taxierten, bestätigten.

»Wir hatten schon befürchtet, ihr kommt doch nicht«, sagte Svenja und lächelte. Ihr Lächeln zeigte einen kleinen Spalt zwischen den Vorderzähnen. Irgendwie machte sie das verletzlicher, dachte Niklas, und genau das erregte ihn.

»Wir mussten auf den Bus warten«, sagte Amara. Es klang nach einem Code, nach einem Witz, den nur sie beide verstanden.

»Ist er gekommen?«, fragte Jonas.

»Nein. Natürlich nicht.«

Alle lachten. Es war dieses Lachen, das die letzte Anspannung brach. Svenja trat auf Amara zu und strich ihr mit zwei Fingern eine Haarsträhne aus der Stirn. Es war eine Geste von solcher Selbstverständlichkeit, dass Niklas für einen Moment vergaß zu atmen.

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»Du schwitzt«, sagte Svenja leise. »Darf ich?«

Amara nickte. Svenja beugte sich vor und leckte mit der Zungenspitze einen Schweißtropfen von Amaras Schläfe. Langsam. Bedächtig. Es schien, als koste sie Wein.

Niklas hörte Jonas neben sich scharf einatmen. Tobias rieb sich mit den Handflächen über die Oberschenkel. Und er selbst stand nur da, spürte das Blut in seinen Lenden pochen und wusste: Es gab kein Zurück. Es hatte nie eines gegeben.

Amara schloss die Augen. Svenjas Lippen wanderten tiefer, über ihren Wangenknochen, hinunter zum Kiefer. Die beiden Männer traten einen Schritt näher, aber sie fassten noch nicht an. Sie sahen nur zu, wie Svenja die Hand auf Amaras Hüfte legte, das Kleid ein Stück hochschob, die bloße Haut darunter freilegte. Amaras Atem ging schneller.

»Zeig’s ihnen«, flüsterte Svenja.

Und Amara griff nach dem Saum ihres Kleides und zog es über den Kopf. Darunter war sie nackt. Kein Slip, kein BH, nur Haut, feucht von Schweiß und Erwartung.

Die Stille nach dem ersten Schrei

Hemmungsloser Gruppensex

Amara stand nackt im gleißenden Sonnenlicht, und für einen endlosen Moment sagte niemand ein Wort.

Niklas sah, wie Svenjas Blick über Amaras Körper wanderte. Er sah Svenjas Blick über die vollen Brüste mit den dunklen, hart aufgerichteten Brustwarzen wandern. Dann sah er Svenjas Blick, als er über die Rundung von Amaras Bauch und das Dreieck ihrer Scham wanderte. Sie hatte es sich erst gestern Abend noch rasiert, während er ihr dabei zugesehen hatte. Er kannte jeden Zentimeter dieser Haut. Und doch kam sie ihm jetzt vollkommen neu vor, weil sie im Blick der anderen eine andere war.

»Fuck«, murmelte Jonas. Nicht zu Amara. Zu sich selbst. Als würde er etwas begreifen, das ihm vorher nicht klar gewesen war.

Tobias sagte nichts. Er trat hinter Amara, legte beide Hände auf ihre Schultern, massierte mit den Daumen ihre Nackenmuskulatur. Eine sachliche Berührung, fast wie die eines Physiotherapeuten, die das Ziel hatte, zu lockern und nicht zu erregen. Und genau das tat sie – Amaras Kopf sank leicht nach vorn, ihre Lippen öffneten sich, ein kleiner Seufzer entwich ihr.

»So ist’s gut«, murmelte Tobias, und seine Stimme war ein tiefes, vibrierendes Brummen in der Nachmittagsstille. »Lass einfach los.«

Svenja kniete sich vor Amara in das trockene Gras. Sie blickte kurz zu Niklas hinüber, als wolle sie seine Erlaubnis einholen, aber er nickte nicht, lächelte nicht, gab nichts von sich preis. Das hier war nicht seine Show, in der er Regie führte. Es war ihr gemeinsamer Raum.

Svenja legte ihre Hände auf Amaras Oberschenkel und drückte sie sanft auseinander. Amara wankte kurz, doch Tobias hielt sie fest. Jonas, der bisher wie angewurzelt gestanden hatte, trat zu Niklas und stellte sich neben ihn. Ihre Oberarme berührten sich beinahe.

»Ist das okay für dich?«, fragte Jonas leise.

Niklas nickte. »Ist es für dich okay?«

»Mehr als okay.«

Svenja beugte sich vor und küsste Amaras Schamlippen. Kein Zögern, kein zaghaftes Antasten. Sie presste ihren geöffneten Mund auf Amaras feuchte Mitte, und Amara stöhnte auf – ein Laut, der über die Felder hallte und in den Zikadengesängen verschluckt wurde.

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Niklas sah, wie Svenjas Zunge Amaras Klitoris fand, wie sie mit der Spitze kleine Kreise zog, dann flacher wurde, breiter, saugender. Amaras Finger krallten sich in Svenjas kurzes Haar. Ihre Hüften begannen, gegen Svenjas Gesicht zu stoßen, erst langsam, dann drängender. Tobias’ Hände waren von ihren Schultern zu ihren Brüsten gewandert, kneteten das volle Fleisch, zwickten ihre harten Spitzen zwischen Daumen und Zeigefinger.

»Mehr«, keuchte Amara. »Bitte mehr.«

Das war der Moment, in dem Jonas seine Shorts öffnete und seinen Schwanz befreite. Hart stand er von seinem Bauch ab, die Eichel glänzte bereits im Sonnenlicht. Er griff nach Amaras Hand und führte sie daran. Ihre Finger umschlossen ihn sofort, pumpten in einem Rhythmus, den sie nicht lernen musste, der einfach da war.

Niklas sah zu. Sah, wie seine Frau von drei Menschen gleichzeitig genommen wurde – Svenjas Mund zwischen ihren Schenkeln, Tobias’ Hände auf ihren Brüsten, Jonas’ Schwanz in ihrer Faust. Und er stand nur da, die Shorts so eng, dass es schmerzte, und fühlte keine Eifersucht, keine Angst, keinen Verlust. Nur eine wilde, ungestüme Freude, die ihn beinahe taumeln ließ.

»Komm her«, sagte Amara plötzlich. Ihre Augen suchten seine, fanden ihn. »Komm zu mir.«

Niklas trat zu ihr, und sie küsste ihn über Svenjas gebeugten Rücken hinweg. Ein Kuss, der nach fremdem Speichel schmeckte, nach Schweiß und Sonne und nach etwas Undefinierbarem, das nur hier existierte, auf dieser Lichtung, unter diesem Himmel.

»Ich will dich in mir spüren«, flüsterte sie gegen seine Lippen. »Während sie mich lecken«, fügte sie hinzu. Während er meine Brüste hält. Tu’s.

Er schob seine Hose hinunter und drang in sie ein, von vorn, während Svenja nicht aufhörte, sie zu lecken. Es war eine unmögliche Geometrie aus Gliedern und Mündern und Händen, und doch funktionierte sie, als hätten sie nie etwas anderes getan. Amaras Körper spannte sich um ihn, heiß und eng, und jedes Mal, wenn Svenjas Zunge ihre Klitoris berührte, zuckte sie und presste sich härter gegen Niklas.

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Jonas zog Amaras Hand von seinem Schwanz und legte sie auf Tobias’ Gürtel. Ohne die Augen zu öffnen, fummelte Amara am Verschluss und befreite auch ihn. Und nun war es ein Knäuel aus fünf Menschen, die sich gegenseitig berührten, sich öffneten, sich ineinander schoben und zogen und pressten.

»Ich komme«, schrie Amara plötzlich. »Oh Gott, ich komme –«

Es war kein stiller Höhepunkt, kein verhaltenes Stöhnen in ein Kissen gepresst. Es war ein Schrei, der aus ihrem Bauch kam, durch ihre Kehle brach, über die Felder hallte. Ihr Körper bockte gegen Niklas, ihre Schenkel schlossen sich um Svenjas Kopf, ihre Hände krallten sich in Jonas’ und Tobias’ Arme. Sie zitterte, bäumte sich, schrie noch einmal auf und dann fiel sie in sich zusammen, gehalten nur von den vier Körpern um sie herum.

Niklas zog sich aus ihr zurück, kurz vor seinem eigenen Höhepunkt. Er wollte das hier nicht beenden – nicht jetzt, nicht so schnell. Er sah Svenja, die sich den Mund abwischte und ihn ansah mit einem Gesichtsausdruck, den er nicht deuten konnte. Hunger vielleicht. Oder Anerkennung.

»Du bist noch nicht fertig«, sagte sie zu ihm.

»Nein«, sagte er. »Ich bin noch lange nicht fertig.«

So viele Hände, dass sie niemand mehr zählen wollte

Amara lag im Gras, die Beine noch immer gespreizt, die Haut mit einer Mischung aus Schweiß und Svenjas Speichel überzogen. Ihr Atem ging stoßweise, ihre Augen waren halb geschlossen, aber sie lächelte. Ein Lächeln, wie Niklas es noch nie an ihr gesehen hatte – so restlos zufrieden, dass es fast schmerzte, es anzusehen.

Svenja richtete sich auf und zog ihr Bustier über den Kopf. Ihre Brüste waren kleiner als Amaras, mit blassen Brustwarzen, die sich in der Hitze zusammengezogen hatten. Sie streifte die Jeans ab und stand nackt vor ihnen, die Hände in die Hüften gestützt, als fordere sie jemanden heraus.

»Jetzt du«, sagte sie und sah Niklas direkt an. Es war keine Frage.

Tobias hatte inzwischen sein Hemd aufgeknöpft, Jonas stand mit heruntergelassener Hose da, sein Schwanz immer noch hart und feucht von Amaras Hand. Die Gruppendynamik hatte sich verschoben, und Niklas spürte, wie er in eine neue Rolle glitt – nicht mehr der Zuschauer, sondern der, der handeln musste.

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Er trat auf Svenja zu und legte eine Hand in ihren Nacken. Zog sie zu sich heran, nicht brutal, aber bestimmt. Küsste sie. Ihre Lippen schmeckten noch immer nach Amara, salzig und animalisch. Mit der anderen Hand fuhr er zwischen ihre Beine, und sie war bereits so nass, dass seine Finger sofort in sie hineinglitten, ohne Widerstand, ohne Vorlauf.

»Ja«, stöhnte sie in seinen Mund. »Genau da.«

Hinter ihnen hörte Niklas ein Geräusch, ein rhythmisches, feuchtes Gleiten. Als er den Kopf wandte, sah er, wie Amara auf allen vieren kniete und Jonas mit dem Mund verwöhnte, während Tobias von hinten in sie eindrang. Ihre Bewegungen waren nicht synchron, nicht abgestimmt – und genau dieses unkoordinierte Stoßen und Drängen, dieses Nebeneinander von Rhythmen, machte das Bild so überwältigend, dass Niklas für einen Moment innehalten musste.

»Schau nicht hin«, befahl Svenja und biss ihm sanft in die Unterlippe. »Schau mich an. Fick mich.«

Er tat es. Er drückte sie gegen den abblätternden Türrahmen des Schuppens und hob eines ihrer Beine an. Er legte ihre Kniekehle in seine Armbeuge und drang in sie ein, so tief, dass sie die Luft ausstieß und ihren Kopf gegen das Holz warf. Die alten Bretter ächzten. Irgendwo summte eine Hummel gegen das Wellblechdach.

»Härter«, keuchte Svenja. »Scheiß drauf, ob das hält. Ich will dich spüren.«

Niklas stieß zu, wieder und wieder, sah, wie Svenjas Gesicht sich verzog, wie ihre Brüste bei jedem Stoß hüpften, wie ihre Finger in das morsche Holz krallten. Ihr Stöhnen vermischte sich mit Amaras gedämpften Kehllauten und den tiefen Grunzlauten von Tobias, die sich jedes Mal wiederholten, wenn er zustieß.

Eine unausgesprochene Anweisung schien durch die Gruppe zu gehen, ein stilles Signal – plötzlich lösten sich die Paarungen auf, wechselten die Körper ihre Positionen. Niklas fand sich auf dem Rücken im Gras wieder, und Svenja ritt ihn, während sich Amara rittlings über sein Gesicht setzte und seine Zunge in sich aufnahm. Für einen Moment wurde die Welt dunkel, nur ihr Geschmack war da, ihre Hitze und die Bewegungen ihrer Hüften, die er mit seinen Händen lenkte. Svenja stöhnte über ihm, Amara presste sich härter auf ihn herab, und er wusste nicht mehr, wessen Hände wo waren, wessen Finger ihn berührten, wessen Mund irgendwo an seinem Hals saugte.

Jonas und Tobias hatten sich neben ihnen positioniert. Jonas kniete hinter Svenja, griff nach ihren Brüsten, biss in ihre Schulter. Tobias stand über Amara, sein Schwanz an ihren Lippen, und sie nahm ihn auf, während sie gleichzeitig über Niklas’ Gesicht kreiste. Fünf Körper, die zu einem einzigen verschmolzen, eine Hydra aus Lust, die sich wand und keuchte und fluchte in der gleißenden Nachmittagssonne.

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Niklas spürte, wie sich seine Erregung anstaute wie Wasser hinter einem Damm. Amaras Geschmack auf seiner Zunge, Svenjas Griff um seinen Schwanz, die unbekannten Hände, die überall zu sein schienen – es war zu viel und doch genau richtig.

»Ich kann nicht mehr«, hörte er Amara rufen. »Zu viel – es ist zu viel –«

»Dann lass los«, rief Svenja. »Lass einfach los!«

Und Amara kam ein zweites Mal, diesmal auf seinem Gesicht, zitternd und zuckend, während sie gleichzeitig Tobias in den Mund nahm und ihn mit ihrem Stöhnen zum Orgasmus brachte. Warme Flüssigkeit rann über ihr Kinn, tropfte auf Niklas’ Brust. Er spürte, wie Svenja sich um ihn zusammenzog, wie sie sich aufbäumte und schrie. Und dann riss es auch ihn mit. Eine Welle, die aus seinem Unterleib brach und ihn durchströmte. Bis er nichts mehr fühlte außer der gleißenden, unerbittlichen Hitze und dem Geschmack seiner Frau auf den Lippen.

Die Rückkehr zur Bushaltestelle

Sie lagen im Gras, fünf Körper, die langsam wieder zueinanderfanden. Oder vielleicht auch auseinander – Niklas konnte es nicht genau sagen. Die Sonne war in den zwei Stunden, die sie hier verbracht hatten, ein Stück weitergewandert und warf nun lange, weiche Schatten über die Lichtung. Das Rapsfeld raschelte im leichten Wind, den vorhin noch niemand bemerkt hatte.

Niemand sprach. Die Stille war nicht unangenehm, sondern so voll und rund wie die Minuten nach einem Gewitter.

Svenja hatte ihren Kopf an Amaras Bauch gebettet und atmete tief und gleichmäßig. Jonas saß auf einem umgestürzten Baumstamm und drehte sich eine Zigarette. Tobias lag auf dem Rücken und starrte in den Himmel, seine tätowierten Arme hinter dem Kopf verschränkt, als wäre das hier ein ganz normaler Sonntagnachmittag.

Und Niklas – Niklas sah Amara an. Ihr Kleid lag zerknüllt neben ihr im Gras, sie hatte es sich nicht angezogen. Ihr Körper glänzte in der Nachmittagssonne, verschmiert mit Schweiß und Spuren von allem, was sie getan hatten. Ihre Brüste hoben und senkten sich ruhig. Ihre Augen waren geschlossen, aber sie lächelte. Immer noch dieses Lächeln, das er nicht kannte.

»Amara«, sagte er leise.

Sie öffnete die Augen. »Hm?«

»Alles okay?«

Statt einer Antwort setzte sie sich auf, beugte sich zu ihm und küsste ihn. Es war ein anderer Kuss als der vorhin. Kein Feuer, keine Dringlichkeit. Ein Kuss wie eine Unterschrift, wie die Bestätigung: _Wir haben das getan, und wir sind noch hier. Wir beide._

»Mehr als okay«, sagte sie dann und ließ sich wieder ins Gras fallen.

Svenja richtete sich auf und dehnte ihren Rücken. Sie sah auf die Uhr an ihrem Handgelenk – das Einzige, was sie trug. »Der nächste Bus müsste in ungefähr zwanzig Minuten kommen«, sagte sie in die Runde.

»Der echte diesmal?«, fragte Jonas und leckte das Papier seiner Zigarette an.

»Der echte. Falls jemand mitfahren will.«

Ein kurzes Lachen. Niemand stand auf.

Niklas fragte sich, ob sie das Wiedersehen würden. Ob diese Lichtung, dieser Schuppen, diese Felder zu einem Ort werden würden, an den sie zurückkehrten. Oder ob es genau das bleiben sollte – eine einzige Erinnerung, die kein zweites Mal versuchen würde, sich selbst zu übertreffen. Er wusste es nicht, und vielleicht war das gut so. Nicht alles musste eine Fortsetzung haben.

Amara griff nach ihrer Tasche, die noch an der Bushaltestelle lag. Sie holte eine Wasserflasche heraus, trank, reichte sie an Niklas weiter. Das Wasser war warm, aber es fühlte sich an wie die beste Erfrischung seines Lebens.

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Langsam begannen sie, ihre Sachen zusammenzusuchen. Hemden, Hosen, eine Sandale, die jemand in hohem Bogen fortgeschleudert hatte. Es war surreal, dieses banale Aufräumen nach dem, was geschehen war. Wie nach einer Party, dachte Niklas, nur dass hier keine leeren Flaschen herumlagen, sondern nur niedergetrampeltes Gras und der unverkennbare Geruch nach Sex und Sonne und Schweiß.

Der Weg zurück zur Haltestelle dauerte keine fünf Minuten, aber er fühlte sich länger an. Vielleicht, weil sie nicht mehr eilig waren. Sie gingen nebeneinander, Amara und Niklas vorneweg, die anderen hinter ihnen, und als sie die Straße erreichten, stand die Sonne schon tief genug, um den Asphalt in ein dunkles Orange zu tauchen.

Das Bushäuschen sah noch genauso aus wie vorher. Derselbe verbeulte Aschenbecher, dieselbe schmale Bank. Und doch kam es Niklas vollkommen verändert vor, als hätte dieser Ort jetzt eine zweite Schicht, eine unsichtbare Geschichte, die in ihm steckte und nur darauf wartete, jedes Mal herauszubrechen, wenn sie hier jemals wieder vorbeikamen.

In der Ferne hörte man ein tiefes Brummen. Der Bus.

Svenja zog ihr Bustier zurecht, Jonas schnippte die Kippe in den Aschenbecher, Tobias reckte sich und gähnte.

»War’s das?«, fragte Jonas.

»Für heute«, sagte Amara. Und fügte nach einer kurzen Pause hinzu: »Vielleicht.«

Das Brummen wurde lauter. Scheinwerfer durchschnitten die Dämmerung. Und während der Bus auf die Haltestelle zurollte, griff Niklas nach Amaras Hand und hielt sie fest. Sie drückte zurück. Der Bus hielt, die Tür öffnete sich, derselbe Fahrer wie vorhin blickte auf sie herab.

»Na?«, sagte er. »Diesmal wirklich?«

Amara lachte und stieg ein.

– ENDE –

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