Verbotene Ostern: Eine Ostergeschichte über Seitensprünge, Begierde und die Kunst der Täuschung
Osterfest. Nun ja, wenn es denn so abläuft wie das letzte Hausfest in der Nachbarschaft. Ich erinnere mich an Stella, erinnere mich an jene denkwürdige Nummer in der Tiefgarage – ihr Mann volltrunken am Tisch, wir beide, Stella und ich, nur an den entscheidenden Stellen entkleidet, in meinem Auto, das nach Leder und dem leichten, unverwechselbaren Duft ihrer Haut roch. Es war einer jener Momente gewesen, die man im Gedächtnis behält wie ein gestochen scharfes Foto. Ihre Finger tasteten nach meinem Gürtel und sie lachte, als die Rückbank knarrte. Und dieses eine Mal, als sie leise aufstöhnte, hoffte ich, dass der Beton der Tiefgarage ihre Lust verschluckte.
Ich habe sie danach nur selten gesehen. Stella wohnt im Nachbareingang, nur ein schmaler Grünstreifen trennt unsere Häuser. Unter der Woche ist sie häufig in der Schule, denn sie arbeitet als Lehrerin für Deutsch und Geschichte. Das hat mich immer ein wenig amüsiert, denn ihre eigene Geschichte mit ihrem Mann scheint längst nur noch aus Gewohnheit zu bestehen. Zumindest war das der Eindruck, den ich damals gewonnen hatte. Aber vielleicht war es auch nur der Eindruck, den ich mir einreden wollte. Männer neigen ja bekanntlich dazu, in der Begierde eines anderen Menschen mehr zu lesen, als eigentlich dort steht.
Heute Abend werde ich sie wiedersehen. Das hatte sie mir vor drei Tagen im Treppenhaus zugeflüstert, als wir uns zufällig begegneten: „Ich komme. Ohne ihn.“ Ein kurzer, bedeutungsvoller Blick, dann war sie weitergegangen, und ich blieb stehen mit einem Puls, der plötzlich viel zu laut in meinen Ohren klopfte.
Und nun stehe ich wieder vor der Tür des Nachbarn im ersten Stock. Ich höre das vertraute Stimmengewirr, das Klirren von Kaffeetassen und das gedämpfte Lachen der älteren Damen, die sich über die Qualität des selbstgebackenen Osterzopfs unterhalten. Ich bin wieder einmal der Letzte. Das ist nicht weiter schlimm – in diesem Kreis wird man als Junggeselle ohnehin mit einer Mischung aus Mitleid und heimlicher Bewunderung betrachtet. Die Witwen besonders haben ein Gespür dafür, einen unverheirateten Mann in ihrer Mitte zu platzieren wie ein Stück Kuchen, das noch nicht vergeben ist.
Ich trete ein, streife meine Schuhe ab, drücke Frau Schmitz die Hand, die mir sofort ein Glas Eierlikör in die Hand drückt. „Na, junger Mann, haben Sie sich den Magen freigehalten?“ Ihre Augen zwinkern verschwörerisch. Ich lächle, sage etwas Höfliches, mache meine Runde. Ich begrüße jeden, die Witwen besonders persönlich – das gehört zum guten Ton – und lasse dabei meinen Blick durch den Raum schweifen. Es ist ein großzügiges Wohnzimmer, hell, mit einem langen Esstisch, der unter Tellern mit selbstgebackenem Gebäck, Torten und Kuchen fast zusammenbricht. Dazwischen stehen Flaschen mit Eierlikör, kleine Schälchen mit Schokoeiern und natürlich die große Kaffeekanne, die im Fünf-Minuten-Takt nachgefüllt wird.
Dann sehe ich sie. Stella sitzt am hinteren Ende des Tisches, in einem Sessel, der fast zu groß für ihre zierliche Figur wirkt. Sie hat den Kopf leicht geneigt, hört Frau Müller zu, die ihr etwas über die neueste Folge ihrer Lieblingsserie erzählt. Aber während ich sie beobachte, heben sich ihre Augen, treffen meinen Blick, und für einen winzigen Moment bleibt alles stehen. Dieses unausgesprochene Einverständnis, diese stille Verabredung, die sich zwischen uns ausspannt wie ein unsichtbarer Faden.
Sie hebt fast unmerklich ihr Kinn, deutet auf den leeren Stuhl neben sich. Ich nicke, mir soll es nur recht sein. Der Abend fängt gut an.
Die Kunst der Geduld
Ich nehme Platz, und sofort wird mir eine Tasse Kaffee eingegossen. „Nehmen Sie doch auch ein Stück von der Marmortorte, die ist ganz vorzüglich“, ermahnt mich Frau Hoffmann von links, und ehe ich widersprechen kann, liegt schon ein großes Stück auf meinem Teller. Ich probiere, lobe pflichtschuldig – das meiste ist tatsächlich gut, und ich bin froh, dass ich als Junggeselle von solchen Backpflichten befreit bin. Ich würde nicht einmal wissen, wo man Osterlammformen kauft, geschweige denn, wie man sie benutzt.
Stella sitzt neben mir, so nah, dass ich den dezenten Duft ihres Parfums wahrnehmen kann – etwas Blumiges, vermischt mit einer würzigen Note, vielleicht Vanille oder Amber. Ich wage einen verstohlenen Seitenblick, lasse meine Augen über ihre Silhouette gleiten, während sie sich scheinbar vertieft mit Frau Weber über die Vorzüge von selbstgemachtem Rhabarberkompott unterhält.
Sie hat sich verändert seit dem letzten Mal. Der entzückende Haarknoten, den sie damals im Nacken trug, ist verschwunden. Statt glatter, brauner Haare fällt nun üppiges, dunkelblondes Lockenhaar über ihre Schultern, das im Kerzenlicht schimmert und um ihren Kopf herum eine Art weiche Aureole bildet. Statt des kratzigen Wollpullovers, an den ich mich noch von der Tiefgarage erinnere, trägt sie heute einen engen Pullover in einem tiefen Dunkelgrün. Das ist genau die Farbe, die mit ihren Locken harmoniert und ihre Augen hervorhebt. Der Stoff liegt weich auf ihren Schultern und betont die Formen ihrer Brüste, zeichnet jede Rundung nach, ohne etwas preiszugeben. Trotzdem spüre ich, wie mein Blick daran hängenbleibt, wie sich ein angenehmes Ziehen in meinem Unterleib ausbreitet.
Ich werde geil. Es ist ein plötzliches, unerwartetes Gefühl, das von meinem Becken ausgeht und sich nach oben ausbreitet wie warmes Wasser. Ich spüre, wie mein Schwanz in meiner immer noch zu engen Jeans wächst, wie er sich regt und dehnt und hart wird, bis er gegen den Stoff drückt und verlangend pocht. Ich atme flach, versuche, meine Haltung zu verändern, ohne dass es auffällt. Das ist nicht einfach. Die Jeans war vielleicht doch keine so gute Idee.
„Geht es dir gut?“, fragt Stella plötzlich, und ich erschrecke fast. Sie hat ihren Kopf leicht zu mir geneigt, ihre dunklen Augen fixieren mich mit einem Ausdruck, der besorgt wirken könnte – wäre da nicht dieses winzige Zucken ihrer Mundwinkel, dieses fast unmerkliche Lächeln, das mir sagt: Sie weiß genau, was in mir vorgeht.
„Ja, alles in Ordnung“, bringe ich hervor. Meine Stimme klingt heiser, und ich räuspere mich. „Nur ein bisschen eng hier.“
Sie neigt den Kopf, als ob sie über etwas nachdenkt. „Wo ist eigentlich Ihr Mann?“, frage ich leiser, um von mir selbst abzulenken.
„Schießübung“, antwortet sie mit einem Blick auf ihre Uhr. „Er kommt erst gegen zehn zurück.“ Eine Pause. „Also, willst du noch lange bleiben?“
Die Frage hängt in der Luft zwischen uns, schwer von Bedeutung. Ich verstehe die Botschaft. Zeit haben wir. Genug Zeit vielleicht. Drei Stunden, vielleicht vier, wenn er sich verspätet. Drei Stunden für uns. Drei Stunden, in denen wir tun können, was wir wollen. Drei Stunden, in denen der feine gesellschaftliche Firnis der Nachbarschaftsfeste keine Rolle spielt.
Ich schweige, trinke einen Schluck Kaffee, der inzwischen lauwarm ist. Stella unterhält sich weiter mit Frau Weber, aber ihre Hand liegt plötzlich auf meinem Oberschenkel, unter dem Tisch, wo niemand es sehen kann. Nur für einen Moment. Nur so lange, dass ich ihre Wärme durch den Stoff meiner Hose spüre. Dann zieht sie ihre Hand zurück, als wäre nichts gewesen.
Unter der Oberfläche
Ich sitze wie auf Kohlen. Eine Tasse Kaffee, eine zweite, eine dritte. Ich trinke sie nicht einmal wirklich, lasse sie nur vor mir stehen, während ich versuche, einen klaren Gedanken zu fassen. Mein Schwanz ist mal schlaffer, mal härter, immer jedoch noch so groß, dass ich befürchten muss, nur gekrümmt zur Tür zu gelangen, wenn ich jetzt aufstehe. Jede Bewegung, jede Drehung auf meinem Stuhl ist eine kleine Herausforderung. Ein beherzter Griff in die Hose, um den Schwanz zu richten, verbietet sich selbstredend. Was sollen die Witwen denken? Dass ich mir vielleicht den Magen verdorben habe? Oder schlimmer, dass ich ein unanständiger Mensch bin, der bei Kaffee und Kuchen unanständige Gedanken hat?
Nervös rutsche ich auf meinem Stuhl hin und her. Der Kaffee fordert seinen Tribut – sehr bald muss ich heftig pinkeln. Der Druck in meiner Blase mischt sich mit dem pochenden Verlangen in meinem Schwanz zu einem unangenehmen, drängenden Gefühl. Ich kann nicht mehr lange warten.
Irgendjemand in der Runde niest. Eine ältere Dame, vielleicht Frau Kühn, die immer zu viel Pfeffer auf ihre Eier legt. Sie greift nach einem Taschentuch, schnäuzt sich energisch. Das ist die Lösung! Ich rutsche auf meinem Stuhl etwas zurück, so unauffällig wie möglich, und finger in meiner Hosentasche nach einem Taschentuch. Ich habe keins. Aber die Bewegung ermöglicht es mir, meine Hand in die Hosentasche zu schieben und von dort, so unauffällig es nur geht, mit dem Handballen gegen meinen Schwanz zu drücken. Ich schiebe und drücke, bis mein Schwanz eine bequemere Stellung in der Hose gefunden hat, bis der Druck nicht mehr ganz so qualvoll ist.
Nach einer Anstandsminute erhebe ich mich. „Entschuldigen Sie mich bitte einen Moment“, murmle ich in die Runde, und schnelle Schritte bringen mich zur Tür und den Flur entlang zur Toilette. Im Badezimmer lehne ich mich mit der Stirn gegen die kühle Fliese, atme tief durch. Ich öffne meine Hose, atme auf, während ich mich erleichtere. Mein Schwanz ist immer noch halb erigiert, prallt fast gegen den Porzellanrand, und ich brauche einen Moment, um ihn zur Ruhe zu bringen. Kaltes Wasser über die Handgelenke, tief durchatmen. Ich betrachte mich im Spiegel: gerötete Wangen, etwas glasige Augen. Sieht aus wie Magenverstimmung, wenn man es nicht besser weiß. Gut.
Als ich zurückkomme, sitzt Stella wieder an ihrem Platz, aber sie blickt auf, als ich eintrete, und ihre Augen folgen mir, bis ich mich wieder neben ihr niedergelassen habe. Sie wartet einen Moment, bis das Gespräch um uns herum wieder in vollem Gange ist, dann beugt sie sich zu mir.
„Willst du lange bleiben?“ Ein Blinzeln in ihren dunklen Augen, ihre Mundwinkel lachen mich an. Ich kann nicht anders – mein Blick streift wieder ihre Brüste, die sich unter dem grünen Pullover abzeichnen, wenn sie sich vorbeugt.
„Soll ich dir deinen BH zurückgeben?“, frage ich leise. „Den grünen?“
Ihre Augen weiten sich kurz, dann lacht sie leise. „Ach, du hast den noch?“
Selbstredend habe ich ihn noch. Ich habe ihn im Handschuhfach meines Autos aufbewahrt, in einer Plastiktüte, weil ich nicht wusste, wohin damit. Dummerweise hat ihn auch noch meine Mutter im Auto gefunden, unter dem Beifahrersitz, als sie nach ihrem heruntergefallenen Schlüsselbund angelte. Sie hatte den BH hochgehalten wie einen exotischen Fisch, den sie unerwartet an Land gezogen hatte, und mich mit einem Blick angesehen, der zwischen Entsetzen und Belustigung schwankte. Es war nicht einfach, meiner Mutter zu erklären, dass ich ihr diese Frau nun gerade nicht vorstellen kann. Ich hatte irgendwas von „einer Freundin, die ihn vergessen hat“ gestammelt, und meine Mutter hatte nur die Augenbrauen hochgezogen und nichts weiter gesagt. Aber sie hatte den BH in meine Hand gedrückt, als wäre er ansteckend.
„Hm“, macht Stella, und in ihrem Ton liegt etwas, das mir den Atem stocken lässt. „Bei Dir?“ Es klingt nicht wie eine Frage. Ich nicke. Ich spüre, wie mir die Kehle eng wird, wie mein Herz schneller schlägt.
„Mir wird bestimmt gleich übel“, krächze ich, und die Worte kommen heiser heraus.
Sie lacht, ein leises, verständnisvolles Lachen. „Ich werde nach dir sehen.“ Dann dreht sie sich um, erhebt sich und verschwindet hinter der Toilettentür, so selbstverständlich, als würde sie nur ihr Make-up überprüfen.
Das kann ein sehr interessanter Abend werden.
Ich gehe zurück an die Kaffeetafel, lasse mir noch ein Stück Stolle geben und tue ordentlich Sahne drauf. Ich esse es nicht einmal, ich schabe nur mit der Gabel darauf herum, während ich warte. Zehn Minuten später sitzt Stella längst wieder neben mir. Sie hat ihr Haar ein wenig aufgelockert, ihr Gesicht wirkt frischer, und als sie mir einen kurzen Blick zuwirft, sehe ich die Vorfreude darin. Ich bemühe mich, das Blut aus meinem Gesicht weichen zu lassen, versuche, entspannt zu wirken.
„Mir ist übel“, murmle ich mit schmalen Lippen, nachdem ich noch eine Weile gewartet habe. Ich lege eine Hand auf meinen Bauch, als ob es mir wirklich schlecht wäre. „Muss wohl doch zu viel Sahne gewesen sein.“
Gute Ratschläge aus der Runde umgeben mich sofort. Frau Schmidt schlägt Pfefferminztee vor, Frau Hoffmann schwört auf Magenbitter, und jemand – ich glaube, es war Herr Becker – empfiehlt, sich hinzulegen. Letzteres lehne ich dankbar ab, den Magenbitter ebenfalls – kein Alkohol jetzt bitte, ich muss noch fahren. Ich kündige an, dass ich mir einen Tee kochen und mich kurz hinlegen werde, verabschiede mich aus der Runde mit möglichst leidendem Gesichtsausdruck.
Mein Schwanz ist schon wieder angeschwollen, drängt gegen den Stoff meiner Hose und macht mir das Gehen schwer. Kein Problem dieses Mal, schließlich habe ich Magenkrämpfe. Ich gehe gebückt, die Hand auf dem Bauch, und schlurfe den Flur entlang. Die Wohnungstür fällt hinter mir ins Schloss.
Wenn die Masken fallen

Ich bin kaum in meiner Wohnung, als ich schon zu atmen wage. Ich lehne mich gegen die geschlossene Tür, schließe die Augen, atme tief durch. Meine Wohnung ist still, nur der Kühlschrank summt leise, und irgendwo tropft Wasser im Bad. Ich öffne meine Hose, atme auf, als der Druck nachlässt. Dann gehe ich ins Schlafzimmer, schließe die Gardinen, dimme das Licht. Ich zünde sogar eine Kerze an – eine kleine, die nach Sandelholz riecht, mein Lieblingsduft. Ich stelle sie auf den Nachttisch, neben das Glas Wasser, das ich immer dort stehen habe.
Ich warte. Die Sekunden ziehen sich, dehnen sich aus wie Kaugummi. Ich zähle meine Herzschläge, versuche, ruhig zu atmen. Was, wenn sie nicht kommt? Was, wenn sie sich umentschieden hat? Was, wenn der Mann doch früher zurückkommt?
Dann, nach einer Ewigkeit, die vielleicht nur fünf Minuten waren: Klingel.
Mein Herz setzt einen Schlag aus. Ich gehe zur Tür, warte einen Moment, atme durch, dann öffne ich.
Stella steht im Flur, ihr Gesicht leicht gerötet von der schnellen Treppe. Sie hat sich einen Mantel übergezogen – einen langen, dunklen, der bis zu den Knöcheln reicht. Darunter ist der grüne Pullover zu sehen.
„Soll ich dir einen Pfefferminztee machen?“, fragt sie laut, mit einer Stimme, die deutlich in Richtung der Nachbarwohnung trägt. „Der tut dir bestimmt gut!“
Ich greife sie am Arm, spüre ihre Wärme durch den Mantelstoff und zerrre sie in meine Wohnung. Die Tür fällt hinter uns ins Schloss, und für einen Moment stehen wir einfach da, atmen, sehen uns an.
„Mir tut etwas anderes gut“, sage ich, und meine Stimme ist rau, fast fremd.
„Zum Beispiel?“, fragt sie, legt ihren Kopf schräg und schaut mich an. Ihre Augen funkeln in dem gedämpften Licht, ihre Lippen sind leicht geöffnet. Am Arm ziehe ich sie zu mir heran.
„Sex. „Mit dir“, flüstere ich ihr ins Ohr. Ich spüre, wie sie einen leichten Schauer durchläuft, wie sie sich für einen Moment an mich presst, dann wieder zurückweicht.
Unsere Lippen finden sich. Es ist kein sanfter, vorsichtiger Kuss, sondern etwas Hungriges, Beinahe-Verzweifeltes. Ihre Zunge spielt mit meiner, und ich schmecke Kaffee und etwas Süßes, vielleicht den Eierlikör, den sie getrunken hat. Ich lege meine Hände an ihre Hüften, ziehe sie noch näher, spüre ihre Brüste an meiner Brust.
„Du rauchst nicht mehr?“ Sie tritt einen Schritt zurück und sieht mich an, mit einem Ausdruck, der fast verwirrt wirkt.
„Stört es dich?“
„Nö.“ Und sie lächelt, und der nächste Kuss schmeckt anders – freier, unbelasteter, als ob etwas zwischen uns gefallen wäre, das vorher im Weg stand.
Mit den Augen entkleide ich sie. Ich stelle mir vor, wie sie den Pullover über den Kopf zieht, die Arme dabei reckt, wie sich ihre Brüste heben und ihre Rippen hervortreten. Ich stelle mir vor, wie sie den BH öffnet, die Finger geschickt am Verschluss hinter ihrem Rücken. Es ist der grüne BH. Ich erinnere mich noch genau an die Farbe, an den leichten Glanz des Stoffes. Der Verschluss öffnet sich. Sie streift die Träger von ihren Schultern, und ihre Brüste werden frei – eher birnenförmig, die Spitzen gekrönt von kräftig erigierten Nippeln in kleinen, dunkelbraunen Warzen, leicht nach außen zeigend.
In meiner Fantasie vergrößere ich das Bild, fahre nah heran: Am Brustansatz, gleich bei ihren Achselhöhlen, kann ich Gänsehaut entdecken. Ist ihr kalt? Oder spürt sie die Vorfreude so intensiv wie ich?
„Ich bin ganz bei dir“, sagt Stella, und ich werde aus meinen Gedanken gerissen. Sie hat die Arme noch vor der Brust verschränkt, aber sie lächelt.
„Ich weiß. Ich … ich stelle mir nur vor.“
„Du musst nicht nur vorstellen“, sagt sie, und ihre Stimme hat einen Ton, der mich durchfährt wie ein Stromstoß. Sie nimmt meine Hand, legt sie auf ihre Brust, direkt über ihr Herz. Ich spüre den schnellen Schlag, die Wärme ihres Körpers durch den Pullover.
Langsam, fast feierlich, zieht sie den Pullover über ihren Kopf. Ihre Arme recken sich dabei, genau wie ich es mir vorgestellt habe, und ihre Brüste heben sich, von einem spitzen BH in einem zarten Grün gehalten. Genau der BH, den ich in meinem Auto habe. Ich muss schlucken.
„Gefällt er dir?“, fragt sie leise.
Ich antworte nicht, sondern beuge mich vor und küsse ihre Schulter, direkt neben dem Träger. Meine Lippen gleiten die zarte Haut entlang, bis zu ihrer Brust, wo ich den Saum des BHs mit meiner Nase zur Seite schiebe. Ich rieche ihre Haut, dieses spezifische Aroma von Seife, Parfum und etwas ganz Eigenem, das nur sie hat.
„Hör auf damit“, sagt sie, aber ihre Stimme klingt nicht überzeugt.
Ich hebe den Kopf. „Warum?“
„Weil ich dich auch ausziehen will.“
Sie tritt einen Schritt zurück, und ihre Finger wandern zu meinem Hemd. Sie öffnet den ersten Knopf, dann den zweiten. Ihre Fingerspitzen streifen meine Brust, und ich spüre, wie sich meine Haut unter ihrer Berührung zusammenzieht. Sie öffnet den dritten Knopf, den vierten, bis das Hemd offen hängt. Dann schiebt sie es mir von den Schultern, lässt es zu Boden fallen.
Ihre Hand wandert tiefer, tastet über meinen Bauch, bleibt kurz am Bund meiner Hose, öffnet den Knopf, zieht den Reißverschluss hinunter. Ich stehe da, in meiner geöffneten Hose, mein Schwanz drängt gegen den Stoff meiner Unterwäsche, und Stella betrachtet mich mit einem Ausdruck, der mich fast umwirft.
„Du bist wirklich schön“, sagt sie, und es klingt wie ein Geständnis.
Ich will etwas erwidern, aber sie beugt sich vor und küsst mich, und alle Gedanken lösen sich auf.
Ihre Hände gleiten unter meine Hose, schieben sie zusammen mit der Unterwäsche nach unten, und ich spüre die kühle Luft auf meiner heißen Haut. Sie geht in die Knie, und ihre Finger umschließen meinen Schwanz, der jetzt vollkommen hart ist, fast schmerzhaft gespannt. Sie betrachtet ihn, wie man etwas Wertvolles betrachtet, dann beugt sie sich vor und küsst die Eichel.
Ich muss mich an der Wand abstützen. Ihre Lippen gleiten an mir entlang, saugen, kitzeln, und ihre Zunge umspielt mich mit einer Geschicklichkeit, die mir den Atem nimmt. Sie nimmt mich in den Mund, und die Wärme, die Feuchtigkeit, die sanfte Bewegung lassen mich stöhnen.
„Stella…“, bringe ich hervor, und meine Stimme klingt heiser.
Sie lässt los, sieht zu mir auf. „Nicht doch. Ich will dich ganz.“
Sie steht auf, und jetzt ist sie es, die mich an der Hand nimmt und ins Schlafzimmer führt. Die Kerze flackert, wirft Schatten an die Wände. Ich drehe mich zu ihr, öffne den Verschluss ihres BHs, lasse die Träger über ihre Schultern gleiten. Ihre Brüste sind frei, und ich sehe sie jetzt zum ersten Mal wirklich: weich, voll, die Nippel schon ganz hart, von einem warmen Braun, das im Kerzenschein fast golden wirkt. Ich beuge mich vor und nehme einen Nippel in den Mund, sauge sanft, und sie stöhnt leise auf.
Meine Hände wandern zu ihrer Hose, öffnen den Knopf, ziehen den Reißverschluss hinunter. Ich schiebe die Hose über ihre Hüften, lasse sie zu Boden fallen. Sie trägt einen passenden grünen Slip, zartes Gewebe, fast durchsichtig. Ich kann die dunkle Stelle darunter sehen, die Feuchtigkeit, die sich schon gesammelt hat.
Ich gehe in die Knie vor ihr, ziehe den Slip langsam hinunter. Ihre Schamhaare sind dunkel, noch dunkler als ihr Haar, und darunter glänzen ihre Schamlippen, geschwollen, rot und rosa, leicht geöffnet. Ich beuge mich vor, rieche ihren Duft – intensiv, betörend, wie etwas, das man tief einatmen möchte, um es nie wieder zu vergessen.
Mit der Zunge erforsche ich den Spalt zwischen ihren Schamlippen, spüre die Feuchtigkeit, die Wärme. Sie stöhnt, ihre Finger krallen sich in meine Haare. Ich drücke meinen Mund fester gegen sie, sauge an ihrem Kitzler, der hart und rund unter meiner Zunge hervortritt. Sie zittert, ihre Schenkel spannen sich an, und ich spüre, wie ihr Körper sich mir entgegenreckt.
„Hör auf“, keucht sie, und ihre Stimme ist schrill. „Hör auf, ich will … ich will dich jetzt.“
Ich hebe den Kopf, sehe zu ihr auf. Ihr Gesicht ist gerötet, ihre Augen glänzen. Sie zieht mich hoch, dreht mich herum, drückt mich auf das Bett. Dann setzt sie sich auf mich, und ich spüre ihre Feuchtigkeit auf meinem Bauch, als sie sich über mich beugt und mich küsst.
Sie greift nach meinem Schwanz, führt ihn an sich heran. Ich spüre ihre Schamlippen, die sich öffnen, die Feuchtigkeit, die Wärme, die mich umgibt. Und dann senkt sie sich langsam herab, nimmt mich in sich auf, Millimeter für Millimeter. Ich schließe die Augen, konzentriere mich auf dieses Gefühl: wie sie mich umschließt, wie sie sich bewegt, wie ihre Muskeln sich um mich zusammenziehen.
Sie beginnt zu reiten, langsam zuerst, dann schneller. Ihre Brüste baumeln über mir, und ich greife danach, spiele mit ihren Nippeln, während sie sich auf und ab bewegt. Ich spüre, wie der Orgasmus in mir aufsteigt, wie sich alles in mir zusammenzieht und darauf wartet, sich zu lösen.
Sie beugt sich vor, flüstert mir ins Ohr: „Jetzt. Jetzt komm mit mir.“
Und dann gibt sie sich ganz der Bewegung hin. Ihre Hüften kreisen und ihre Schenkel zittern. Ich spüre, wie sie kommt, wie ihre Muskeln um mich krampfen und wie sie aufstöhnt mit einem Laut, der halb Schrei, halb Seufzer ist. Das reißt mich mit, ich spüre, wie der Samen aus mir schießt, heiß und stark, während ich ihren Namen rufe, immer wieder, bis nichts mehr kommt.
Sie sinkt auf mich herab, atmet schwer, und ihre Wange liegt auf meiner Brust. Ich lege meine Arme um sie, halte sie fest, spüre, wie ihr Herz gegen mein Herz schlägt. Das Kerzenlicht flackert, und alles ist still.
Eine Weile liegen wir so. Die Heizung rauscht leise, irgendwo im Haus schlägt eine Tür. Stella hat ihren Kopf an meine Schulter gebettet, und ich streiche ihr über das Haar, das sich über meinen Arm und die Bettdecke ausgebreitet hat.
„Du hast mich vorhin nicht weiter gefragt“, sagt sie nach einer langen Stille, „warum ich nicht mehr rauche.“
„Ja. Und?“ Ich bin müde, zufrieden, und der Moment scheint alles zu enthalten, was wichtig ist.
Schweigen. Ich spüre, wie sie nachdenkt, wie sich ihre Finger auf meiner Brust bewegen, kleine Kreise ziehen.
„Ach, vergiss es“, sagt sie dann. „Ich muss wieder runter.“
Sie setzt sich auf, sucht im Halbdunkel nach ihrer Kleidung. Ich liege da, meine Schulter schmerzt von der Bettkante, mein Hals ist verspannt, und ich sehe ihr zu, wie sie sich anzieht. Sie findet ihren BH, zieht ihn an, passend zu dem Slip, den sie feucht und duftend wieder über ihre Schenkel streift. Sie lächelt mich an, beugt sich vor und küsst mich noch einmal, kurz und leicht.
„Danke“, sagt sie, und ich weiß nicht, wofür sie sich bedankt.
Dann ist sie gegangen, und ich liege allein im Kerzenschein. Ich höre die Haustür leise ins Schloss fallen. In der Ferne, aus der Nachbarwohnung, höre ich das Klirren von Tassen und das gedämpfte Lachen der Gäste.
Gut, dass ich Magenschmerzen habe und heute niemanden mehr sehen muss.
– ENDE –
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