Ich grinste ihn ein wenig verlegen an, doch langsam machte sich ein leichtes Bangen in mir breit, und ich schlenderte weiter in Richtung der Vorführräume. Offensichtlich gab es mehrere, jede mit einem eigenen Schwerpunkt. Ich blieb zögernd stehen und studierte die beleuchteten Hinweistafeln. Ein Raum war speziell auf Fetischfilme ausgerichtet, ein zweiter zeigte sogenannte „anspruchsvolle“ Erotik, und der dritte – offensichtlich der größte – war für harte Hardcore-Pornos reserviert. Zumindest versprach das die grob beschriebene Tafel.
Ohne langes Nachdenken betrat ich natürlich den Saal mit den expliziten Filmen. Auf der Leinwand lief passenderweise gerade ein heftiger Gangbang: Eine sehr junge Frau ließ sich von drei Männern abwechselnd oral befriedigen, während ein vierter sie anal nahm und weitere sie umringten. Perfekt – genau die richtige Stimmung für mein Vorhaben. Im dämmrigen Raum saßen etwa ein Dutzend Männer verteilt auf den abgenutzten Sesseln. Sie hielten gebührenden Abstand voneinander, sodass in der Mitte noch genug Platz für mich blieb, um mich angemessen in Szene zu setzen.
Mit klackenden Absätzen, die ich absichtlich hart aufsetzte, stöckelte ich in die Mitte des Raumes und ließ meine Hüften betont schwingen. Wie beabsichtigt zog ich sofort mehrere Blicke auf mich. Ich ließ mich auf einem freien Platz nieder und schaute zunächst nur scheinbar gelassen auf die Leinwand. Die Aufmerksamkeit der anwesenden Männer war fast körperlich spürbar – ein prickelndes Gefühl aus Scham und Macht. Nach einigen Minuten glitt meine Hand unter die durchsichtige Bluse. Ich war den ganzen Tag über schon feucht vor Erregung, und jetzt hatte ich das Gefühl, in einer kleinen Pfütze zu sitzen, so sehr lief ich aus. Mein Atem wurde flacher, als ich mich langsam, fast demonstrativ, über meinen nassen Slip strich. Ein leises Seufzen entwich mir, das im dumpfen Raumgeräusch unterging. Aus den Augenwinkeln sah ich, wie sich eine Silhouette näherte und sich zwei Reihen hinter mich setzte. Sein konzentrierter Blick brannte mir im Nacken, während meine Finger weiterspielten. Dies war der Moment, in dem die anonyme Theorie zur greifbaren, feuchten Wirklichkeit wurde – und ich genoß jede Sekunde dieser ungeschützten, rohen Intimität.