Selbstbefriedigung Fantasie auf dem Bauernhof
Der Geruch von warmem Heu und reifer Erde drang durch die dünne Zeltwand, als Ella den Reißverschluss mit einem langgezogenen Sirren öffnete. Ihre Finger waren noch klebrig vom Saft der späten Äpfel, die sie vorhin vom Baum gepflückt hatte, während Samuel die schweren Kisten zum Hofladen trug. Sie sog die Luft tief ein – diese Mischung aus Stroh, Sommernachklang und dem würzigen Aroma frisch gemähten Grases, die den ganzen Campingplatz durchzog wie ein unsichtbares Parfüm.
Der Bauernhof lag eingebettet zwischen abgeernteten Feldern. Überall summte noch die Geschäftigkeit der Erntezeit: Traktoren brummten in der Ferne, Stimmen hallten gedämpft vom Hof herüber, und ab und zu klirrte eine Milchkanne, wenn der Wind günstig stand. Ella liebte diese Geräuschkulisse. Sie war lebendig, ohne aufdringlich zu sein – ein stetiger Puls, der den Tag strukturierte.
Samuel kniete bereits vor dem zweiten Zelt und zog die Heringe aus dem Boden. Seine Bewegungen waren ruhig und präzise, wie immer. Sie beobachtete ihn einen Moment lang, wie seine braunen Unterarme sich spannten, wenn er die Schnüre straff zog, wie der leichte Schweißfilm auf seiner Stirn im Abendlicht schimmerte. Er trug ein altes, verwaschenes Leinenhemd, dessen oberste Knöpfe offenstanden, und darunter zeichnete sich das Spiel seiner Muskeln ab.
„Alles okay bei dir?“, fragte er, ohne aufzublicken. Seine Stimme klang tief und warm, ein bisschen rau vom Staub des Tages.
„Ja, passt schon“, antwortete Ella und wandte sich ab, bevor er ihren Blick bemerken konnte. Sie spürte ein vertrautes Kribbeln im Bauch, jenes leise Ziehen, das sie in letzter Zeit immer häufiger überkam, wenn sie mit Samuel allein war. Es war eine Mischung aus Neugier, Verlangen und einer Spur Verlegenheit – wie eine Selbstbefriedigungsfantasie, die sich noch nicht ganz zu denken traute, was sie eigentlich wollte.
Sie kroch ins Zelt und breitete ihre Isomatte aus. Der Stoff der Schlafkabine roch nach Camping, nach vielen Nächten unter freiem Himmel, ein Geruch, der Geborgenheit und Abenteuer zugleich versprach. Durch das Moskitonetz fiel das letzte goldene Licht des Tages und malte Muster auf den Boden. Ella setzte sich im Schneidersitz hin und lauschte. Samuels Schritte knirschten auf dem Kies, dann das leise Klappern, als er die Kocher auspackte.
Sie mochte diese Vertrautheit zwischen ihnen, die nie langweilig wurde. Seit drei Jahren waren sie nun befreundet, seit zwei davon kribbelte es unter ihrer Haut, sobald er ihr zu nahe kam. Sie hatte gelernt, es zu verbergen – oder glaubte das zumindest. Doch an Abenden wie diesem, wenn die Luft schwer war vom Duft der Ernte und die Dämmerung alles in weiches Orange tauchte, fiel es ihr schwer, die Gedanken beisammenzuhalten.
Draußen zischte der Gaskocher. Samuel pfiff leise vor sich hin, eine Melodie, die sie nicht kannte. Ella schloss die Augen und stellte sich vor, wie seine Lippen sich dabei formten, wie seine Zungenspitze sie vielleicht kurz befeuchtete. Sie atmete langsamer. Das Knistern der Zeltplane, das ferne Muhen einer Kuh, das Zirpen der ersten Grillen – all das verschmolz zu einer sinnlichen Kulisse, die ihre innere Unruhe nicht besänftigte, sondern nährte.
Sie griff nach ihrem Schlafsack und drückte den weichen Stoff an sich. Der Tag war lang gewesen, die Arbeit auf dem Hof anstrengend, aber jetzt, in der Stille des Zeltes, war da nur noch ihr eigener Herzschlag und dieses warme Pochen zwischen ihren Schenkeln. Sie schob den Gedanken beiseite – noch. Stattdessen lauschte sie auf Samuel, der nun Töpfe aus der Kiste holte, und fragte sich, ob er je ähnliche Fantasien hatte. Ob er je an sie dachte, wenn er allein war.
Wie sein Lachen unter die Haut ging
Das Abendessen verlief ruhig. Sie saßen auf den klapprigen Campingstühlen vor den Zelten, zwischen ihnen der kleine Gaskocher, auf dem eine einfache Gemüsepfanne brutzelte. Der Himmel über den Stoppelfeldern färbte sich lila, und die ersten Sterne zeigten sich als blasse Punkte. Samuel reichte ihr den Teller, und ihre Finger berührten sich kurz. Ein elektrischer Schlag, kaum mehr als ein Knistern, und doch zog Ella die Hand ein wenig zu schnell zurück.
„Heiß“, murmelte sie.
Samuel lachte. „Der Teller? Oder ich?“
Sie verdrehte die Augen, aber ihr Lächeln ließ sich nicht unterdrücken. Genau das war es – diese spielerischen Bemerkungen, die nie ganz eindeutig waren, die eine Tür einen Spaltbreit öffneten, ohne sie je ganz aufzustoßen. Es machte sie verrückt, auf eine köstliche, quälende Weise.
Sie aßen schweigend, aber das Schweigen war schwer von unausgesprochenen Dingen. Ella beobachtete, wie Samuel den Löffel zum Mund führte, wie seine Kehle sich beim Schlucken bewegte, wie er sich danach mit dem Handrücken über die Lippen fuhr. Jede seiner Gesten schien ihr heute bedeutungsvoller, intimer. Vielleicht lag es an der Abgeschiedenheit, daran, dass sie hier draußen nur sich selbst und einander hatten. Vielleicht lag es an der Erntezeit, die alles auf den Punkt brachte – die Früchte waren reif, die Halme geschnitten, die Zeit des Wachsens vorbei.
„Weißt du, was ich an dir mag?“, fragte Samuel plötzlich und stellte seinen Teller ab.
Ellas Herz setzte einen Schlag aus. „Was denn?“
„Dass du nicht ständig reden musst. Dass du einfach da sein kannst, ohne dass es unangenehm wird.“
Sie nickte langsam. Es war ein reizendes Kompliment, und doch spürte sie eine leise Enttäuschung. Hatte sie auf etwas anderes gehofft? Auf ein Geständnis, ein Bekenntnis? Sie wusste es selbst nicht genau. Ihre Selbstbefriedigung Fantasie in den einsamen Nächten zuhause war immer klarer gewesen als diese verschwommene Wirklichkeit, in der Samuel vor ihr saß und sie nicht küsste.
„Ich mag an dir“, sagte sie und zögerte, „dass du so ruhig bist. Und trotzdem … keine Ahnung. Als ob unter der Oberfläche was brodelt.“
Samuel sah sie an, länger als nötig. Seine Augen waren dunkel im Zwielicht, fast schwarz, und sie meinte, etwas darin aufblitzen zu sehen. „Vielleicht tut es das“, sagte er leise. Dann stand er auf und begann, die Teller einzusammeln.
Ella blieb sitzen und spürte, wie ihr Körper auf diese Worte reagierte. Ein warmes Pulsieren breitete sich in ihrem Unterleib aus, ihre Brustwarzen zogen sich unter dem dünnen Baumwolltop zusammen. Sie verschränkte die Arme vor der Brust, aber es half nichts. Das Verlangen war da, unübersehbar, und es würde nicht verschwinden, nur weil sie es ignorierte.
Die Nacht brach endgültig herein. Samuel zündete eine Laterne an, die ein weiches, flackerndes Licht über den kleinen Platz warf. Die Schatten der Gräser tanzten auf der Zeltplane, und irgendwo schrie ein Käuzchen. Ella fröstelte, obwohl die Luft noch warm war.
„Ich geh mal kurz ins Zelt“, sagte sie. „Bin gleich wieder da.“
Sie kroch durch die niedrige Öffnung und blieb einen Moment auf den Knien sitzen, den Kopf gesenkt. Ihr Atem ging schneller als nötig. Draußen hörte sie Samuel mit dem Geschirr hantieren, und das vertraute Geräusch beruhigte sie seltsamerweise nicht, sondern stachelte ihre Erregung weiter an. Sie stellte sich vor, wie er jetzt dastand, die Ärmel hochgekrempelt, den Blick konzentriert – und dann stellte sie sich vor, wie er den Lappen beiseitelegte, wie er zu ihrem Zelt herüberkam, wie er den Reißverschluss öffnete …
Sie presste die Schenkel zusammen. Nicht jetzt. Nicht hier. Aber ihr Körper gehorchte ihr nicht mehr. Die Fantasie hatte längst Besitz von ihr ergriffen.
Wenn die Nacht die Gedanken befreit
Ella kniete noch immer im Zelt, als sie draußen Samuels Schritte hörte. Sie kamen näher, knirschten auf dem trockenen Boden, und dann – Stille. Er stand direkt vor ihrem Zelteingang, nur eine dünne Stoffbahn trennte sie.
„Ella? Alles in Ordnung?“
Seine Stimme klang besorgt, aber auch etwas anderes schwang darin mit. Etwas Tieferes, das ihr einen Schauer über den Rücken jagte.
„Ja“, brachte sie hervor. „Komm doch rein. Ich … ich wollte dir was zeigen.“
Es war eine Lüge, eine spontane, und sie hatte keine Ahnung, was sie ihm zeigen sollte. Aber sie wollte, dass er hereinkam. Sie brauchte seine Nähe jetzt, so dringend, dass es fast wehtat.
Der Reißverschluss sirrte, und Samuel schob sich durch die Öffnung. Das Zelt war eng für zwei Personen, ihre Knie berührten sich fast. Das Laternenlicht von draußen drang nur schwach herein und tauchte seine Züge in weiche Schatten.
„Was denn?“, fragte er und sah sie erwartungsvoll an.
Ella antwortete nicht mit Worten. Stattdessen beugte sie sich vor und legte ihre Hand auf seine. Seine Haut war warm und ein wenig rau von der Arbeit. Er zuckte nicht zurück, sondern drehte langsam seine Handfläche nach oben, sodass ihre Finger sich ineinander verschränkten.
„Das“, flüsterte sie. „Das wollte ich dir zeigen.“
Samuel atmete hörbar aus. Sein Blick wanderte über ihr Gesicht, suchte nach einem Zeichen, einer Bestätigung. Ella hielt seinem Blick stand und spürte, wie ihr Herz gegen die Rippen hämmerte. Die Spannung zwischen ihnen war so dicht, dass sie die Luft zum Schneiden schien.
Dann bewegte Samuel seine freie Hand und legte sie an ihre Wange. Seine Finger waren zärtlich, fast ehrfürchtig, als berührte er etwas Kostbares. Ella schloss die Augen und lehnte sich in die Berührung hinein. Sie roch seine Haut, diesen vertrauten Geruch nach Heu, Seife und einem Hauch von Schweiß, der sie seltsam erregte.
„Weißt du, wie lange ich das schon will?“, murmelte er, und seine Stimme war rauer als sonst.
„Wie lange?“
„Seit dem ersten Sommer. Seit du damals im See geschwommen bist und deine Haare ganz nass waren und du gelacht hast, weil eine Ente hinter dir hergepaddelt ist.“
Ella musste lächeln, obwohl ihr ganzer Körper unter Strom stand. Sie erinnerte sich an diesen Tag, an das kühle Wasser und das alberne Gefieder, aber vor allem daran, wie Samuel sie angesehen hatte. Genauso wie jetzt – mit diesem intensiven, fast andächtigen Blick.
Seine Hand glitt von ihrer Wange zum Hals, verharrte dort, wo ihr Puls pochte. Ella spürte jeden einzelnen Finger, jeden winzigen Druck. Sie öffnete die Augen und sah, dass er sie noch immer betrachtete, als wäre sie das Wunderbarste, das er je gesehen hatte.
„Küss mich“, sagte sie. Es war keine Bitte, sondern eine Feststellung. Eine Notwendigkeit.
Samuel zögerte nicht. Er beugte sich zu ihr, langsam, als gäbe es alle Zeit der Welt, und dann trafen seine Lippen auf ihre. Der Kuss war weich und forschend, eine erste zarte Erkundung. Ella erwiderte ihm, öffnete den Mund ein wenig, lud ihn ein. Seine Zunge glitt über ihre Unterlippe, und ein leises Stöhnen entfuhr ihr, das im engen Zelt unnatürlich laut klang.
Ihre Hände fanden seinen Nacken, zogen ihn näher. Der Kuss wurde tiefer, fordernder. Ella spürte, wie die Hitze in ihrem Körper sich ausbreitete, wie jeder Nerv zu singen begann. Das war keine Selbstbefriedigungsfantasie mehr, die sie in einsamen Nächten durchlebte. Das war real: seine Lippen auf ihren, seine Hände, die nun über ihren Rücken strichen, das Gewicht seines Oberkörpers, das sie sanft auf die Isomatte drückte.
Sie sank zurück, und Samuel folgte ihr, stützte sich auf die Ellbogen, ohne den Kuss zu unterbrechen. Seine Hüfte presste sich gegen ihre, und sie fühlte seine Härte durch den Stoff seiner Hose. Ein neuer Schwall von Erregung durchflutete sie und ließ sie die Beine öffnen, um ihn willkommen zu heißen.
„Samuel“, keuchte sie gegen seine Lippen. „Ich will …“
„Was willst du?“, fragte er, und seine Stimme war heiser vor Verlangen.
„Alles. Dich. Jetzt.“
Er richtete sich ein Stück auf und sah sie an. Seine Augen glänzten im Halbdunkel, und sein Atem ging schnell. „Bist du sicher?“
Statt einer Antwort griff Ella nach dem Saum seines Hemdes und zog es ihm über den Kopf. Sie wollte seine Haut spüren, wollte keine Barriere mehr zwischen ihnen. Samuel half ihr, befreite sich aus dem Stoff, und dann lag er vor ihr. Sein Oberkörper war nackt, seine Muskeln von der Feldarbeit definiert. Die Brust war von einem dunklen Flaum bedeckt, der sich zum Bauchnabel hin verdichtete.
Ella setzte sich auf und zog ihr eigenes Top aus. Die kühle Nachtluft traf auf ihre erhitzte Haut und ließ sie erschauern – oder war es sein Blick, der so gierig über ihre Brüste wanderte? Sie trug keinen BH, und ihre Brustwarzen waren hart und dunkel im schwachen Licht.
Samuel streckte die Hand aus und berührte sie, zuerst nur mit den Fingerspitzen, dann mit der ganzen Handfläche. Seine Berührung war fest und sanft zugleich, und Ella stöhnte auf, als sein Daumen über ihre Brustwarze strich. Er wiederholte die Bewegung, langsamer diesmal, und beobachtete dabei ihr Gesicht.
„Du bist so schön“, flüsterte er. „So unglaublich schön.“
Unter dem Sternenzelt, Haut an Haut

Samuel beugte sich hinab und nahm ihre Brustwarze in den Mund. Seine Zunge umspielte sie, während seine Hand die andere Brust massierte, und Ella krallte ihre Finger in seinen Rücken. Die Empfindungen überfluteten sie – warm, nass, fordernd – und sie spürte, wie die Feuchtigkeit zwischen ihren Schenkeln zunahm. Ihr Körper bereitete sich vor, lange bevor ihr Verstand die Kontrolle endgültig aufgab.
Sie griff zwischen ihre Körper und öffnete den Knopf seiner Hose. Samuel hob die Hüften, half ihr, den Stoff hinunterzuschieben, und dann lag sein Glied frei, hart und warm in ihrer Hand. Sie umschloss es mit den Fingern und spürte, wie es unter ihrer Berührung pulsierte. Ein tiefer Laut kam aus Samuels Kehle, halb Stöhnen, halb Fluchen.
„Fühlt sich so gut an“, murmelte er. „Deine Hand … Ella …“
Sie bewegte ihre Hand langsam auf und ab, beobachtete, wie seine Lider flatterten, wie seine Bauchmuskeln sich anspannten. Es war ein unglaublicher Anblick – dieser starke, ruhige Mann, der unter ihren Fingern zitterte, der die Kontrolle verlor, nur weil sie ihn berührte. Macht und Hingabe vermischten sich in ihr zu einem berauschenden Gefühl.
Samuel ließ sie gewähren, aber nur für kurze Zeit. Dann schob er sanft ihre Hand beiseite und öffnete seinerseits ihre Shorts. Seine Finger glitten über ihren Bauch, tiefer, bis sie den Bund ihres Slips erreichten. Er zögerte, sah sie fragend an.
„Ja“, sagte sie. „Bitte, Samuel. Fass mich an.“
Seine Finger schoben den dünnen Stoff beiseite und fanden sie – nass, geschwollen, bereit. Ella keuchte, als er ihre empfindlichste Stelle berührte, zuerst nur ganz leicht, dann mit mehr Druck. Er bewegte seine Finger in langsamen Kreisen, und sie spürte, wie die Spannung in ihrem Unterleib sich aufbaute, Schicht um Schicht, wie eine Welle, die sich auftürmte, bevor sie brach.
„Du bist so feucht“, flüsterte er an ihrem Ohr. „So unglaublich feucht. Ist das alles für mich?“
Sie konnte nur nicken, zu sehr gefangen in den Empfindungen, die sein Finger in ihr auslöste. Er schob ihn tiefer, drang in sie ein, und Ella schrie auf – ein kurzer, abgebrochener Laut, der im Zelt verhallte. Ihr Becken bewegte sich ihm entgegen, forderte mehr, schneller, tiefer.
Samuel verstand. Er zog seinen Finger zurück, nur um kurz darauf mit zweien wieder in sie zu gleiten. Sein Daumen blieb auf ihrer Klitoris und rieb sie im Rhythmus, den sie so gut kannte und den sie in unzähligen Nächten der Selbstbefriedigung perfektioniert hatte. Aber das hier war anders. Das hier war keine Fantasie, sondern sein Körper über ihr, seine Finger in ihr, sein Atem heiß an ihrem Hals.
„Komm für mich“, sagte er leise. „Ich will spüren, wie du kommst. Ich will dich fühlen, Ella.“
Seine Worte waren der letzte Anstoß. Die Welle, die sich so lange aufgebaut hatte, brach über ihr zusammen. Ella krümmte sich unter ihm, ihre Muskeln zogen sich um seine Finger zusammen, und ein Schrei löste sich aus ihrer Kehle, den sie nicht mehr zurückhalten konnte. Die Lust durchflutete sie in heftigen, pulsierenden Wellen, und sie klammerte sich an Samuel, während ihr Körper zuckte und bebte.
Er hielt sie fest, flüsterte Worte, die sie nicht verstand, während seine Finger sie durch die letzten Zuckungen trugen. Erst als sie erschöpft unter ihm lag, den Atem keuchend, zog er seine Hand zurück und leckte sich langsam die Finger ab, ohne den Blick von ihr zu wenden.
„Du schmeckst wunderbar“, sagte er, und seine Stimme war voller Staunen.
Ella lachte leise, ein Lachen, das halb ein Schluchzen war. Sie fühlte sich leicht und schwer zugleich, als hätte ihr Körper alle Spannung abgegeben und wäre nun bereit für mehr. Und sie wollte mehr. Sie wollte ihn in sich spüren, wollte ihn so erleben, wie sie ihn in ihren Fantasien erlebt hatte.
„Jetzt du“, sagte sie und zog ihn zu sich herunter. „Ich will dich in mir. Jetzt.“
Samuel brauchte keine weitere Aufforderung. Er positionierte sich über ihr, und sie spürte die Spitze seines Glieds an ihrem Eingang, warm und fordernd. Er drang langsam ein, Zentimeter für Zentimeter, und Ella spürte, wie ihr Körper sich um ihn schloss, ihn willkommen hieß. Es war ein Gefühl der Vollständigkeit, das sie so noch nie erlebt hatte.
Er begann, sich zu bewegen, zuerst in einem langsamen, tiefen Rhythmus, der sie beide stöhnen ließ. Das Zelt um sie herum schien zu verschwinden, die Welt draußen existierte nicht mehr. Es gab nur noch diesen Mann, dieses Gefühl, diese Bewegung, die sie beide einem gemeinsamen Höhepunkt entgegentrug.
Morgenlicht auf warmer Haut und was danach blieb
Die Nacht verging in einem Rausch aus Berührungen und geflüsterten Worten. Sie liebten sich, dösten ein, wachten auf und liebten sich erneut, als könnte keine Berührung je genug sein. Irgendwann, als der Himmel sich im Osten bereits grau färbte, fielen sie in einen tiefen, traumlosen Schlaf.
Ella erwachte, als die ersten Sonnenstrahlen durch das Moskitonetz fielen und warme Muster auf ihr Gesicht malten. Einen Moment lang wusste sie nicht, wo sie war. Dann spürte sie Samuels Arm, der schwer auf ihrer Hüfte lag, seinen Atem, der gleichmäßig an ihrem Nacken entlangstrich. Die Erinnerungen der Nacht kehrten mit solcher Wucht zurück, dass sie lächeln musste.
Sie drehte sich vorsichtig um, um ihn nicht zu wecken. Sein Gesicht war entspannt im Schlaf, die Lippen leicht geöffnet, die Wimpern dunkle Halbmonde auf seinen Wangen. Er sah jünger aus, so, fast jungenhaft, und Ellas Herz zog sich zusammen bei dem Anblick.
Sie dachte an die vielen Nächte, die sie allein in ihrem Bett verbracht hatte, die Hand zwischen den Schenkeln, die Gedanken bei ihm. Diese Selbstbefriedigungsfantasie war so lange ihr Geheimnis gewesen, ihre verbotene Lust, die sie niemandem anvertraut hatte. Und nun lag der Mann ihrer Träume neben ihr, real und warm und mit winzigen Strohhalmen im zerzausten Haar.
Samuel schlug die Augen auf, als hätte er ihre Gedanken gespürt. Sein Blick fand sofort ihren, und ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus – langsam, als würde er sich erst an die neue Wirklichkeit gewöhnen müssen.
„Guten Morgen“, murmelte er, und seine Stimme war noch rau vom Schlaf.
„Guten Morgen“, erwiderte Ella und küsste ihn auf die Nasenspitze. Es war eine zärtliche, selbstverständliche Geste, als hätten sie das schon tausendmal getan.
Samuel zog sie an sich, und sie schmiegte sich in seine Umarmung. Seine Haut roch nach Sex und Schlaf und nach dem unverwechselbaren Duft, der einfach er war. Sie atmete ihn tief ein und spürte, wie ihr Körper bereits wieder auf ihn reagierte – ein vertrautes Ziehen im Bauch, ein warmes Pulsieren zwischen den Beinen.
„Weißt du“, sagte Samuel und strich ihr eine Haarsträhne aus der Stirn, „ich hatte solche Angst, dass du mich zurückweisen würdest. Dass ich unsere Freundschaft kaputt mache, wenn ich je sage, was ich fühle.“
„Und was fühlst du?“, fragte Ella leise.
Er sah sie lange an, und in seinen Augen lag ein Ernst, der ihr den Atem stocken ließ. „Dass ich dich liebe. Dass ich dich schon so lange liebe, dass ich gar nicht mehr weiß, wie es sich ohne dieses Gefühl anfühlt.“
Ellas Augen füllten sich mit Tränen. Sie hatte diese Worte so oft in ihren Fantasien gehört, aber sie aus seinem Mund zu hören, mit seiner Stimme und seinem Gesicht, war überwältigend. Sie konnte nicht sprechen, also küsste sie ihn stattdessen – langsam, tief, mit all der Zärtlichkeit und Leidenschaft, die sie empfand.
Der Kuss wurde intensiver, ihre Hände begannen zu wandern, und bald schon war das Verlangen wieder da, so stark wie in der Nacht zuvor. Samuel rollte sich über sie, und sie spürte seine Härte an ihrem Oberschenkel.
„Schon wieder?“, fragte sie lachend.
„Ich kann nichts dafür“, murmelte er und küsste ihren Hals. „Du machst mich verrückt. Schon immer.“
Dieses Mal liebten sie sich langsamer, mit mehr Bedacht. Jede Berührung war ein Versprechen, jeder Kuss ein Bekenntnis. Als Ella kam, diesmal mit seinem Namen auf den Lippen und seinen Händen in ihren Haaren, fühlte es sich an wie ein neuer Anfang.
Später, als sie erschöpft nebeneinander lagen und dem erwachenden Bauernhof lauschten – dem Krähen des Hahns, dem Muhen der Kühe, dem fernen Brummen des ersten Traktors –, wusste Ella Folgendes. Nichts mehr würde so sein wie zuvor. Die Fantasie war Wirklichkeit geworden, und die Wirklichkeit war schöner, als jede Vorstellung es je hätte sein können.
„Was machen wir jetzt?“, fragte sie und zeichnete mit dem Finger Muster auf seine Brust.
Samuel lächelte. „Jetzt frühstücken wir erst mal. Und dann …“ Er küsste ihre Stirn. „Dann sehen wir weiter. Zusammen.“
Ella nickte. Draußen roch es nach frischem Heu und dem Versprechen eines neuen Tages. Die Erntezeit war noch nicht vorbei, aber für sie beide hatte gerade etwas Neues begonnen. Und während Samuel sich anzog und aus dem Zelt kroch, um den Kocher anzuzünden, blieb Ella noch einen Moment liegen und lauschte in sich hinein.
Da war kein Kribbeln mehr, keine Unsicherheit. Nur tiefe, ruhige Freude. Und die Gewissheit, dass sie ihre Selbstbefriedigungsfantasie fortan nicht mehr allein würde ausleben müssen.
– ENDE –
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